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| 14:29 Uhr

Prognosen zur Einwohnerentwicklung
Der Stadt Forst gehen die jungen Leute aus

 Mit speziellen Angeboten reagieren schon jetzt soziale Träger in der Stadt Forst auf die demografische Entwicklung.
Mit speziellen Angeboten reagieren schon jetzt soziale Träger in der Stadt Forst auf die demografische Entwicklung. FOTO: Sven Hering
Forst. Forst bekommt in den nächsten Jahren ein Problem mit Überalterung. Das prognostiziert das Brandenburger Landesamt für Bauen und Verkehr. Einige Stadtgebiete sind vom Bevölkerungsrückgang besonders stark betroffen. Von Sven Hering

In ein paar Tagen geht es wieder los. Die Schulen sind rappelvoll in Forst. Die Kitas erfreuen sich ebenfalls eines großen Zuspruchs. Doch das ist nicht mehr als eine Momentaufnahme. Denn die Zukunft sieht weniger rosig aus.

Die Stadt ist nämlich schon jetzt überaltert. So steht es im Klimaschutzkonzept der Kommune. Das drücke sich, so ist es dort beschrieben, im hohen Altersdurchschnitt von 49 Jahren (2016) und einem hohen Anteil an über 65-jährigen (27 Prozent) aus.

Im gleichen Jahr waren 61 Prozent der Forster Bevölkerung 15 bis 64 Jahre alt. Der Anteil der unter 15-Jährigen umfasste lediglich 12 Prozent.

Sterberate in Forst doppelt so hoch wie Geburtenrate

Damit einher gehe eine hohe Anzahl an Sterbefällen bei gleichzeitig geringen Geburtenfällen. Die Sterberate ist in den vergangenen Jahren mehr als doppelt so hoch wie die Geburtenrate.

Das Landesamt für Bauen und Verkehr prognostiziert basierend auf dem Jahr 2017 einen Bevölkerungsrückgang bis zum Jahr 2030 um rund 13 Prozent.

In Forst werden dann laut Prognose noch etwa 16 054 Einwohner leben. Ende des Jahres 2018 waren es 18 533.

Besonders gravierend wirkt sich demnach der Rückgang der unter 15-Jährigen auf einen Anteil von etwa 11 Prozent aus (Rückgang zu 2016 um 16 Prozent). Die Altersgruppe zwischen 15 und 64 Jahren nimmt laut Prognose von 2016 bis 2030 um etwa 29 Prozent ab und ist dann anteilig noch mit 51 Prozent an der Gesamtbevölkerung vertreten. Demgegenüber steigt der Anteil der über 65-Jährigen und liegt im Jahr 2030 bei über 38 Prozent.

Diese Forster Stadtteile sind stark von Überalterung betroffen

Die vom Bevölkerungsrückgang am meisten betroffenen Stadtgebiete sind gemäß der Prognose für 2030 die Innenstadt Ost und das Wohngebiet Ost-Neiße. Der starke Einwohnerrückgang beruhe einerseits auf dem hohen Altersdurchschnitt in diesen Gebieten und dem dadurch zu erwartenden Sterbeüberschuss sowie dem geringen Anteil an jungen Haushalten, andererseits spiegelt er auch die Rückbauschwerpunkte des Forster Stadtumbaus wider. In diesen Stadtbereichen sei der Anteil leer stehender Wohnungen im Geschosswohnungsbau der Nachkriegszeit besonders hoch.