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| 02:37 Uhr

Turbinenlöschgerät war Attraktion zum Jubiläum

Die Krayner Feuerwehrleute zeigten ihren Kollegen wie schnell die drei fiktiven Brandherdezu löschen sind.
Die Krayner Feuerwehrleute zeigten ihren Kollegen wie schnell die drei fiktiven Brandherdezu löschen sind. FOTO: utr1
Krayne. Zur Geburtstagsfeier 90. Jahre Feuerwehr hatten die Krayner Floriansjünger am Samstag vor ihr Feuerwehrgerätehaus eingeladen. utr1

Neben vielen Dorfbewohnern waren vor allem Gastwehren aus der Umgebung gekommen, um mit den Kraynern zu feiern. Und die hatten sich für ihre Gäste etwas ganz Besonderes ausgedacht. "Wir dachten, den ganz normalen Löschangriff Nass zu üben, kann jeder. Doch bei einem Feuerwehreinsatz weiß man vorher nie, was auf einen zukommt. Deshalb haben wir uns drei fiktive Brandherde ausgedacht, die es auf langer Strecke zu löschen galt", so Feuerwehrchef Andreas Kunschke.

Und so stellten sich die Wehren aus Radewiese, Koppeln, Groß Drewitz, Pinnow, Schenkendöbern, Grano, Ossendorf und die Mannschaft Neiße-Malxetal, die aus Feuerwehrleuten aus Groß Gastrose, Taubendorf und Mulknitz bestand. Letztere erwies sich letztlich unter allen Teilnehmern als schnellste Mannschaft.

Sie alle staunten am Samstag nicht schlecht bei der Vorführung eines Turbinenlöschgerätes, welches extra aus Schwarze Pumpe nach Krayne gekommen war. Imposant und betörend laut war der Einsatz des riesigen Gerätes.

Natürlich gab es den ganzen Tag über jede Menge Gesprächsstoff zur Geschichte der Wehr. Vor allem die Namen Robert Bentlin, der Ortswehrführer von 1946 bis 1952 war und Rudi Krause, der ab 1952 49 Jahre lang die Feuerwehrkameraden anführte, waren fester Bestandteil der Erzählungen. Ab 2001 leitet Andreas Kunschke die Krayner Wehr, die fest mit ins Dorfleben eingebunden ist. Er erinnerte in seiner kurzen Rede an den ersten Standort an der heutigen Buswendeschleife (1927), später an den Linden (ab 1947) und ab 1995 im einstigen Kuh-Schafstall und heute am Steinsaal. Auch die Löschgeräte und -gefährte blieben nicht unerwähnt - Wassereimer/Feuerpatschen (1927), Handdruckspritze (1930), Tragkraftspritzenanhänger (TSA) mit Tragkraftspritze (TS) 3 (1945), TSA mit TS 8 (1963), NVA Robus LO (1993/95) und ab 1995 ein Tanklöschfahrzeug 16/45.

Dass die Feuerwehr vor allem in den dörflichen Gemeinden in den letzten Jahrzehnten etwas verändert hat, weiß auch Ortsvorsteher Jürgen Bursch. "Feuerwehr heißt heute neben dem Löschen von Bränden auch Mitarbeit im Ort. Feuerwehrleute sind heutzutage meist sehr engagiert, wenn es um die Belange der Dorfbewohner geht", sagt Bursch. Aber auch bei Feuerwehrwettkämpfen sind die Krayner Floriansjünger stets mit dabei und oft auch sehr erfolgreich. Doch am Samstag wurde erst einmal bis tief in die Nacht gefeiert.