Die winterlichen Temperaturen können ihnen nichts anhaben. So freuen sich die Forster Kanuten auf den kommenden Samstag. Dann steht für sie die traditionelle Nikolaus-Wanderfahrt auf dem Programm. Das ist der sportliche Ausklang einer ereignisreichen Saison.

So musste in diesem Jahr das traditionelle Abpaddeln um drei Wochen verschoben werden. Der Mühlgraben war zuvor abgelassen worden, und somit saßen die Kanuten sprichwörtlich auf dem Trockenen. Doch schließlich konnten die Wassersportfreunde der SG Turbine Forst, der Wassersport Forst sowie die Interessengemeinschaft Mühlgrabenkanuten ihre Boote doch noch gemeinsam ins Wasser lassen. Bodo Igel war als ältestes Vereinsmitglied mit 68 Jahren ebenso dabei wie der jüngste Paddler Joshua Hoppe (8).

Höhepunkte zum Jahreswechsel

„Wir paddeln das ganze Jahr“, sagt Finanzchef Andreas Schulze. Die am Samstag geplante Nikolaustour durch den Spreewald und die Eierfahrt am Neujahrstag bilden die Höhepunkte zum Jahreswechsel. Hannelore Henschen aus Cottbus ist als Lebensgefährtin von Andreas Schulze seit acht Jahren dabei. „Ich bin aber eher eine Schön-Wetter-Paddlerin“, lacht sie und schwärmt vom Verein.

Werner Weiche von den Forster Turbine-Kanuten ist ein Urgestein des Sports in der Stadt. Im Jahr 1949 hat er paddeln gelernt, war in vielen Vereinen, und seit 1963 bei Turbine. „Früher wollte keiner abseits stehen, wenn Wettkämpfe unter den Schulen ausgetragen wurden“, äußert er sich zu der Motivation der jungen Leute, den Sport zu betreiben. Heute seien die Kinder zwar meist ehrgeizig bei den Schnupperstunden dabei, kämen aber meist nicht wieder. Das sei ein Phänomen der Zeit. Nachwuchs mit Durchhaltevermögen fehle in allen Vereinen.

Tour in den Branitzer Park

Das wiederum hatten beim jüngsten Abpaddeln Mandy und Thomas Starostzik bewiesen. Nach dem Schnuppern wollten sie einen Aufnahmeantrag stellen. Angeworben hat sie Beate Schödel. Ihre Devise: Natur-Erholung-Sport ungezwungen und stressfrei in geselliger Runde miteinander verbringen. Fremde Flüsse, auch in anderen Ländern, zu entdecken, sei ihre Leidenschaft. Aber auch im Branitzer Park hat sie die Pyramiden und das Schloss im Kanu schon umrundet. Da sei Parkdirektor Claudius Wecke baff gewesen.