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| 11:33 Uhr

Afrikanische Schweinepest
Tote Wildschweine sofort beim Veterinäramt melden

Cottbus. Der Landkreis Spree-Neiße rüstet sich für den Ernstfall. Mit Blick auf die Afrikanische Schweinepest, die in Nachbarländern bereits aufgetreten ist, wird gebeten, tote Wildschweine sofort zu melden.

Das Risiko, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) in regionale Wild- und Schweinebestände eingeschleppt wird, ist nach wie vor hoch, warnen die für den  Landkreis Spree-Neiße und Cottbus zuständigen Fachbereiche. Jeder Besucher im Wald wird gebeten, den Fund toter Wildschweine sofort dem Veterinäramt zu melden – Telefon 03562 98618301, am Wochenende oder an Feiertagen über die Leitstelle Lausitz 0355 6320, so die Pressestelle des Landkreises.

Das Veterinäramt rüstet sich für den Ernstfall: Schweinhaltende Betriebe achten verstärkt auf Biosicherheitsmaßnahmen, Jäger sind gehalten, in Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt regelmäßige Proben von erlegten und gefallenen Wildschweinen im Labor untersuchen zu lassen. Jüngste Fälle in Belgien bei Wildschweinen zeigen, dass eine Verbreitung des Virus durch den Menschen wahrscheinlich das größte Risiko darstellt. Daher gilt es, möglichst keine Produkte in Form von Rohfleischprodukten wie Salami oder Schinken aus betroffenen Ländern wie Polen, Ukraine, Rumänien, Ungarn und Bulgarien einzuführen. Diese können Träger des ASP-Virus sein. Das unachtsame Entsorgen in der Natur oder das Verfüttern dieser Produkte sowie allgemein von Speiseabfällen an Schweine ist verboten.

Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich zwar um eine anzeigepflichtige Viruserkrankung der Schweine, von dieser Erkrankung geht jedoch keine Gefahr für den Menschen aus. Der Mensch kann sich weder anstecken noch erkranken.

(red/noh)