Tierheimchefin Karen Schulze strahlt. Den ganzen Tag über kommen alte und neue Tierfreunde, um ihr und dem gesamtem Team am Tierweihnachtstag „Hallo“ zu sagen, sich im Heim umzuschauen oder Futterdosen und andere Spenden zu hinterlegen.

Die Motivationen sind sehr unterschiedlich. Manuela Falz und Andrè Müller aus Forst sind alte Bekannte. Sie haben schon vielen Tieren aus dem Forster Tierheim ein neues Zuhause gegeben. Heute wollen sie sich nur umschauen. Fünf Katzen waren es über die Jahre, drei davon leben noch zu Hause.

Junge Tiere finden schneller ein neues Zuhause

„Unsere Tiere werden total verwöhnt und fressen nur das Beste“, geben die Beiden lachend zu. Genau über solche Kundschaft freut sich Karen Schulze. Da erfährt sie, wie gut es den vermittelten Tieren geht. Bei jungen Tieren klappt die Vermittlung leichter, bei älteren Tieren wäre es schwerer. Aber auch für diese Tiere interessieren sich die Beiden. „Wir interessieren uns eventuell auch für einen älteren Hund, der es noch einmal gut haben soll, nur muss er zu den Katzen passen“ sagt Manuela Falz.

Karen Schulze und ihre Mitarbeiter führen die Interessierten den Tag über durch das große Areal des Tierheimes.

Viele Katzen, aber auch Diamanttauben warten

Im Wildkatzengehege sind derzeit fast 30 Katzen untergebracht. An einer Ecke steht ein Baum, und von dort können sie jederzeit ihr Umland erkunden und zu Freigängern werden. Abends kommen sie immer wieder, denn das Futter ruft. Zwölf Jungkatzen und 14 erwachsene Katzen warten auf ein neues Zuhause. Die beste Vermittlungszeit sei im Januar und Februar, so Schulze. Auch Meerschweinchen und sogar Diamanttauben suchen noch nette Gesellschaft.

Das Tierheim beherbergt aktuell 13 Hunde. Aus den Käfigen klingt freudiges Gebell, einen solchen Auflauf sind die Tiere nicht alle Tage gewöhnt. Drei Hunde sind derzeit auf dem Hof, die vom Veterinäramt wegen auffälligen Haltungsbedingungen eingezogen wurden. 80 Prozent der Hunde sind leider schwer oder nicht vermittelbar, erklärt die Tierheimleiterin.

Besonders freuen sich Tierheim-Team, dass „Opa Bruno“, ein zirka zwölf bis 14 Jahre alter Hund, der 2018 gefunden wurde, jetzt in Groß Schacksdorf ein liebevolles zu Hause gefunden hat. „Jetzt liegt er auf der weichen Decke im Warmen und hat ein schönes Leben“, erzählt Karen Schulze gerührt.