ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:44 Uhr

Tierweihnacht
Futter und Geld für die Tiere im Forster Tierheim

Die Spendenbereitschaft der Forster sowie der Gäste war am Sonnabend zur Freude der Mitarbeiter des Tierheimes ungebrochen.
Die Spendenbereitschaft der Forster sowie der Gäste war am Sonnabend zur Freude der Mitarbeiter des Tierheimes ungebrochen. FOTO: Margit Jahn
Forst. Sparkasse Spree-Neiße überreicht 250-Euro-Scheck. Von Margit Jahn

Am Samstagvormittag liefen nicht nur die Vierbeiner in ihren Zwingern aufgeregt umher. Auch zahlreiche Besucher ließen es sich nicht nehmen, der Einladung zur Tierweihnachtsfeier des Forster Tierheimes zu folgen. Wie in jedem Jahr lud das Team um Karen Schulz zur traditionellen Zusammenkunft mit Glühwein, Tee und Würstchen ein und bat um Spenden. Karen Schulz ergänzt bei der Besichtigungsrunde: „Leberwurst nehmen wir auch gern. Davon gibt es abends Stullen, die fressen die meisten Tiere sehr gern“.

Aktuell leben 18 Hunde, 35 Katzen – davon 22 in der Wildanlage – im Tierheim. Hinzu kommen zwei handaufgezogene Tauben, Kanarienvögel, Zebrafinken und Diamanttauben in der Voliere. Begonnen hatte der Samstag im Tierheim aber mit einer Notfallaufnahme. Ein Jagdhund wurde aufgenommen, weil sein Herrchen plötzlich ins Krankenhaus musste. Jetzt wird der Hund im Tierheim versorgt, bis sein Herrchen wieder fit ist.

Geschäftsführer des Forster Tierheimes Ulrich Brink erwähnt, das viele Katzen in diesem Jahr für einen hohen Durchlauf gesorgt haben. Alle seien kastriert worden, dies habe hohe Kosten verursacht. Deshalb ist der Verein über jede Spende dankbar. Mit einem gehaltvollen Scheck der Sparkasse Spree-Neiße kam Kerstin Prüfer. 250 Euro hatte sie im Gepäck und löste damit einen kleinen Jubel aus. Ulrich Brink sagte: „Wir freuen uns, damit wieder ein paar Lücken schließen zu können“. Kerstin Prüfer selbst ist auch eine Tierliebhaberin und nach der Scheckübergabe zog sie mit Karen Schulz zum Katzenzimmer. Sie hat zu Hause schon eine Katze, beim Anblick der fröhlich umher tollenden Miezen meinte sie: „Ich hoffe, ich werde nicht schwach“.

Der Besucherstrom riss den Tag über nicht ab. Regina Fischer ist mit Enkel Leon hier. 2012 hatten sie sich „Struppi“ aus dem Heim geholt, er kam damals aus Russland nach Forst. „Wir kommen immer her und bringen Futterspenden zur Weihnachtsfeier“, so Regina Fischer. „Wir können bezeugen das es den Tieren hier gut geht“ sagt sie. „Struppi kommt immer gerne her, er kennt noch alle Betreuer und kuschelt mit ihnen“. Struppi ist ein Mix aus Schnauzer, Schäferhund und Anatolischem Hirtehund und wird im April acht Jahre alt.

Jens Handreck, Verwaltungsvorstand der Stadt Forst, unterstütze, wo er könne das Tierheim und sei Ansprechpartner wenn Hilfe benötigt werde. Ebenso verläuft die Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt und dem Veterinäramt. Dass die Tiere hier medizinisch gut versorgt werden, haben sie den Forster Tierärztinnen Dr. Ines Schulze und Dr. Marina Hoffmann zu verdanken, die sich um die Tiere kümmern.

Carolin Kielon ist mit ihrem Vater Michael vormittags auf dem Gelände. Vor neun Jahren habe sie ihren „Fuchsi“ aus diesem Tierheim geholt und weil damals bei der Vermittlung alles gut klappte, schauen beide jedes Jahr zur Tierweihnacht vorbei. „Es ist schön, wie man sich hier um die Tiere kümmert. Es hat sich auch in den letzten Jahren viel beim Um- und Ausbau getan“, stellt der Vater positiv fest. Ines und Thomas Heistermann aus Hennigsdorf sind ebenfalls alte Bekannte des Tierheimes. Ines, gebürtige Forsterin, hat seinerzeit zwei Katzen aus dem Tierheim mit nach Hause genommen. „Wir haben außerdem eine Katzenpatenschaft“, erklärt sie. „Pirat“ ist Freigänger und bekam kleine Würstchenwürfel als Begrüßung. Ab fünf Euro im Monat kann jeder eine Tierpatenschaft übernehmen, so Karen Schulz, die gemeinsam mit Andrea Fischer die Besucher über das Gelände führte. Zu sehen waren auch Vermittlungstiere, selbst wenn am Sonnabend keine Übergaben stattfanden. Schulz stellte „Locke“ vor, einen sieben Monate alten Mischlingshund und die sechs Monate alte Hündin „Kimi“. Beide sind mittelgroß, mit anderen Hunden gut verträglich und freundlich zu den Menschen.