Vor der Coronapandemie haben die Einwohner der Stadt Żary und ihre Gäste regelmäßig einen Sommer lang unbeschwert den Komponisten Georg Philipp Telemann gefeiert. Im Vorjahr fiel das Großereignis dann allerdings gänzlich aus. Der Grund war natürlich Corona.
In diesem Jahr soll nun wieder gefeiert werden. Aufgrund der noch immer herrschenden Pandemie gibt es allerdings einige Abstriche. Nur geladene Gäste können am kommenden Sonntag, dem 25. Juli zwischen 15 und 17 Uhr Uhr das Abschlusskonzert im Innenhof des Promnitzschlosses verfolgen. Erklingen wird dabei die Kanarienvogel-Kantate.

Showexerzieren der sächsischen Armee ist in Sorau zu sehen

Es gibt eine Aufführung des Musikmärchens „Nussknacker und Mäusekönig“, der sich um 17 Uhr ein Showexerzieren der sächsischen Armee aus dem 18. Jahrhundert anschließt. Um 18 Uhr klingt das Konzert mit dem „Orchester der Pestzeit“ und polnischen Tänzen aus der Feder Telemanns aus.
Dabei sein werden jedoch auf ausdrückliche Einladung des polnischen Wirtschaftsdezernenten Ireneusz Brzezinski Vertreter des in Forst/Keune ansässigen Vereins „Land & Leute“ um Ingolf Zägel.
Ausklang des Telemann-Sommers in Zary Bieberstein-Wappen in Zary entdeckt

Zary/Forst

Im Jahre 1704, gerade 23-jährig, zog Telemann von Leipzig nach Sorau, um auf Einladung des Grafen Erdmann II. von Promnitz als Nachfolger des Hofkapellmeisters Wolfgang Caspar Printz fünf Jahre lang die dortige Hofkapelle zu dirigieren. Eine kurze Zeit, in der er jedoch einen großen musikalischen Fußabdruck in Zary hinterließ.

Besucher können das Fest in Sorau als Zaungäste erleben

Auch ohne Zutritt zum Konzert können Besucher im Stadtzentrum „als Zaungäste“ die Atmosphäre der einstigen Residenzstadt schnuppern. Und „hautnah“ zum Fototermin neben dem Meister auf der Telemannbank Platz nehmen. Prächtig gewandete Höflinge mit gepuderten Perücken sowie säbelbewehrte Vertreter des polnischen Adels mit langen Mänteln und opulenten Pelzmützen samt Federbusch sind am Sonntag in Sorau anzutreffen. Verkörpert werden sie von Geschichtsfreunden aus Zary, Poznan (Posen) und Warschau. Auch viele Besucher, darunter aus Deutschland, legen sich historische Gewänder an.