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| 17:58 Uhr

„Family Tattoo“
Schmerzhafte Liebesbeweise und Schmetterlinge: Tattoo-Messe am Wochenende im Forster Manitu

 Ute Bruncke (54) aus Spremberg hat sich am Samstag eine Blüte mit dem Namen ihrer Tochter stechen lassen. Ihr nächstes Tattoo soll entweder dem verstorbenen Hund "Babsi" oder an ihrem derzeitigen Hund "Bonnie" gewidmet sein.
Ute Bruncke (54) aus Spremberg hat sich am Samstag eine Blüte mit dem Namen ihrer Tochter stechen lassen. Ihr nächstes Tattoo soll entweder dem verstorbenen Hund "Babsi" oder an ihrem derzeitigen Hund "Bonnie" gewidmet sein. FOTO: Margit Jahn
Forst. Zur „Family Tattoo“ sind Fans aus der gesamten Region und Freunde des tiefgehenden Körperschmucks ins Manitu nach Forst (Lauistz) gepilgert. Von Margit Jahn

Sie hat in Forst inzwischen einen guten Namen – die Family Tattoo-Messe im Manitu lockte am Wochenende wieder zahlreiche Interessierte in die Neißestadt. Und einige nutzten die Gelegenheit, um einen lange Zeit gehegten Wunsch in die Tat umzusetzen. Pünktlich um 14 Uhr kamen die ersten Gäste, um sich über ein eventuelles Tattoo zu informieren, sich umzuschauen, und wer sich noch unsicher war, einen Schwatz mit den angereisten Tätowierern oder Gleichgesinnten zu machen.

Einige der Gäste wollten den Farbkünstlern einfach über die Schulter schauen. In den Nischen, wo bei anderen Veranstaltungen sonst die Gäste Platz finden, hatten sich diesmal die einzelnen Studios aufgebaut. Sie hatten viele Motivmappen zur Anschauung dabei. Cansas Tattoo arbeitete gleich zu Beginn an einer Blüte, insgesamt sollte diese zwei Stunden benötigen. Die Gäste hatten ohnehin viel Zeit mitgebracht, schließlich muss so ein Vorhaben gut durchdacht und geplant sein.

Tattoomesse in Forst: Besucher zeigen, was sie haben FOTO: Margit Jahn

Bei Emergency aus Berlin wurden Motive in der Demomappe angeschaut und die Besucher beraten. An einem anderen Stand wurde an einem Schmetterling am Dekolletee einer Kundin gearbeitet. Birgit Lehmen aus Grießen, vor wenigen Tagen 60 Jahre alt geworden, sagte: „Es war schon immer mal mein Wunsch, ein Tattoo zu haben.“ Die Anfangsbuchstaben der Enkel, mit einem kleinen Motiv versehen, möchte sie verewigen lassen. Mit dem Tätowierer war sie sich auch gleich über das Motiv einig geworden. „Und wenn ich es heute nicht mache, dann wird es nie“ – sagte sie und war schließlich sichtlich stolz darauf, heute ihren kleinen Traum verwirklicht zu haben.

Motorradfreunde kamen ebenfalls auf ihre Kosten. Sie konnten sich ein aufgemotztes Bike anschauen.