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Tarifverträge in Forster Klinik bleiben

Die Entscheidung zum Krankenhausverkauf sorgt für Diskussionen.
Die Entscheidung zum Krankenhausverkauf sorgt für Diskussionen. FOTO: jas
Forst/Potsdam. Das Engagement des Ernst-von-Bergmann-Klinikums in Forst und der damit verbundene Trägerwechsel haben keine Auswirkungen auf gültige Tarifverträge. Das stellt die Ministerin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Anita Tack (Linke), klar. jas

Sie antwortete damit auf eine Anfrage von Jürgen Maresch (Linke) im Landtag. Das geplante Engagement des Potsdamer Klinikums in Forst habe für Aufsehen und Ängste in der Region davor gesorgt, dass Patienten aus der Lausitz nach Potsdam gesteuert werden könnten, so Tack weiter. Dies sei allerdings nur für solche Patienten geplant, die bisher ausßerhalb Brandenburgs behandelt werden mussten. "Grundsätzlich sind engere Kooperationen zwischen kommunalen Klinken zu begrüßen", schätzt die Ministerin ein. Die Herausforderungen der Zukunft für die flächendeckende stationäre Gesundheitsversorgung könne durch engere Kooperationen zwischen den Krankenhäusern in Brandenburg besser gemeistert werden.

Anita Tack sagt aber auch: "Eine gesellschaftsrechtliche Kooperation mit benachbarten Kliniken wäre sicherlich naheliegend gewesen." Hintergrund: Auch das Carl-Thiem-Klinikum (CTK) hatte Interesse am Forster Krankenhaus.

Die Auswahlentscheidung werde laut Tack jedoch eigenverantwortlich vom Krankenhausträger in Forst getroffen. Bei einem Engagement des Ernst-von-Bergmann-Klinikums (KEvB) in Forst werde die Zusammenarbeit zweier kommunaler Gesellschafter selbstverständlich die Krankenhausversorgung in der Region Lausitz-Spreewald im Blick haben müssen.