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Tarifverhandlungen beim DRK
Tarifverhandlungen beim DRK vertagt

Forst. Der DRK-Kreisverband Forst Spree-Neiße hat den zweiten Tarifverhandlungstermin mit der Gewerkschaft Verdi, der für Donnerstag vereinbart war, abgesagt und dies mit der Erkrankung des Vorstandsvorsitzenden Frank Kautz begründet. Als neuer Termin wurde der 25. Januar vorgeschlagen.

Viel zu spät, findet Verdi-Verhandlungsführer Ralf Franke, der eine zügige Fortsetzung in der ersten Januarhälfte fordert und die Verhandlungsführung des DRK-Vorstandes kritisiert. Für ihn sei diese Art und Weise „eine Missachtung der Arbeitsleistung der 170 Beschäftigten des DRK-Kreisverbandes“. Aus Sicht seiner Tarifkommission hätten andere Mitglieder des siebenköpfigen ehrenamtlichen DRK-Vorstandes den erkrankten Vorsitzenden am Donnerstag vertreten können.

Die Gewerkschaft fordert einen Tarifvertrag, wie er mit dem DRK-Kreisverband Cottbus-Spree-Neiße-West schon seit Juli 2016 gültig ist. Zum Vergleich: Nach dem vorliegenden Arbeitgebervorschlag verdiene eine Pflegefachkraft mit dreijähriger Ausbildung in Schichtarbeit in Vollzeit beim DRK in Forst als Berufsanfängerin rund 1000 Euro brutto weniger im Jahr als nach dem Tarifvertrag mit dem Kreisverband Cottbus-Spree-Neiße-West. Eine Pflegehelferin und eine Betreuungsassistentin in Schichtarbeit in Vollzeit ohne Berufserfahrung verdiene rund 860 Euro weniger im Jahr.  

Der DRK-Kreisverband Forst Spree-Neiße betreibt unter anderem in Forst das Pflegeheim „Haus am Rosengarten“ und zusätzlich einen ambulanten Pflegedienst mit rund 60 Beschäftigten.

(red/pos)