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| 11:13 Uhr

Neue Tarife für Sanitäter in Spree-Neiße
Rettungsdienst-Beschäftigte erhalten mehr Geld

 Mit dem neuen Tarifvertrag erhalten die rund 130 Falck-Beschäftigten im Rettungsdienst des Landkreises Spree-Neiße das Tarifentgelt nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes.
Mit dem neuen Tarifvertrag erhalten die rund 130 Falck-Beschäftigten im Rettungsdienst des Landkreises Spree-Neiße das Tarifentgelt nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes. FOTO: Falck Rettungsdienst GmbH
Spree-Neiße. Die Gewerkschaft Verdi zeigt sich zufrieden mit Ergebnis im Spree-Neiße-Kreis.

Für die rund 130 Beschäftigten des privaten Rettungsdienstbetreiber Falck Notfallrettung und Krankentransport GmbH im Landkreis Spree-Neiße ist rückwirkend zum 1. Juli 2018 ein neuer Tarifvertrag mit der Gewerkschaft Verdi in Kraft getreten. Darüber informierte nun Gewerkschaftssekretär Ralf Franke.

Mit dem neuen Tarifvertrag erhalten die rund 130 Falck-Beschäftigten das Tarifentgelt nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes, so Franke. Auch das jährliche Weihnachtsgeld als Jahressonderzahlung und die Höhe der Zeitzuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit richten sich laut Franke rückwirkend ab dem 1. Juli 2018 nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Somit erhalten die Rettungsdienstmitarbeiter in Spree-Neiße das gleiche Entgelt wie die bei der Berufsfeuerwehr der Stadt Cottbus und in den Landkreisen Elbe-Elster und  Oberspreewald-Lausitz. „Mit der Tarifeinigung habe die Rettungsdienstbeschäftigten im Landkreis Spree-Neiße annähernd die gleichen Arbeitsbedingungen wie die Rettungsdienstbeschäftigten in Cottbus und in den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster“, so Franke.

Nach Berechnung der Gewerkschaft steigen mit der Tarifeinigung die Entgelte ab 1. Juli 2018 im Durchschnitt um 7,5 Prozent. Zum 1. April 2019 erhöhen sich die Entgelte um weitere 3 bis 3,29 Prozent gemäß der Tariferhöhung nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Für das erste Halbjahr 2018 erhielten die Beschäftigten im November 2018 außerdem eine Einmalzahlung in Höhe von 250 Euro. Die weiteren Entgelterhöhungen sind an die Entgelterhöhungen nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) gekoppelt.

Neben der Tariferhöhung ab 1. Juli 2018 erhalten erstmals alle Beschäftigten eine Jahressonderzahlung in Form des Weihnachtsgelds in Höhe von rund 60 Prozent des monatlichen Entgeltes. Bislang hatten laut Franke nur die Rettungsdienstbeschäftigten, die schon im Jahr 2012 im Rettungsdienst im Landkreis Spree-Neiße beschäftigt waren, eine Jahresssonderzahlung als Besitzstand erhalten. Der Landkreis hatte den Rettungsdienst ausgeschrieben und 2013 an die Falck Notfallrettung und Krankentransport GmbH vergeben. Die ist eine Tochtergesellschaft der deutschen Falck-Unternehmensgruppe mit Sitz in Hamburg, die wiederum Teil des in Dänemark ansässigen Falck-Konzerns ist.

Die Tarifeinigung wurde laut Franke schon am 10. Juli 2018 erzielt. Der Tarifeinigung waren Warnstreiks am 29. März, am 3. und 4. April und am 3. Mai vorausgegangen. Der Tarifvertrag wurde Ende November dieses Jahres rückwirkend ab 1. Juli 2018 von Falck umgesetzt, wie Franke jetzt informierte.

Der Rettungsdienst wird durch eine Gebührensatzung des Landkreises Spree-Neiße finanziert. Die Benutzer beziehungsweise deren Krankenkassen tragen die jeweiligen Rettungsdienstkosten gemäß der Gebührensatzung.

(js)