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| 15:53 Uhr

Abwasserstreit
SWAZ zieht Pfändung am Mittwoch zurück

Groß Schacksdorf. Verband informiert Mieter in der Waldsiedlung persönlich über das eingestellte Pfändungsverfahren. Von Katrin Kunipatz

Die Mietpfändung in der Waldsiedlung ist nicht mehr nötig. Wie der Spremberger Wasser- und Abwasserzweck (SWAZ) am Mittwochvormittag schriftlich mitteilt, ist das Zwangsgeld vom Vermieter am Dienstag in voller Höhe beglichen worden. Das Verfahren wurde deshalb eingestellt. Eine entsprechende schriftliche Mitteilung erhielten die Mieter der Waldsiedlung ebenfalls am Mittwoch.

Der SWAZ hatte das Mietpfändungsverfahren eingeleitet, um ein am 7. Dezember 2018 fälliges Zwangsgeld vom Vermieter der Waldsiedlung zu erhalten. Aktiv wurde der Eigentümer aber offenbar erst, als am Montag die ersten Pfändungsschreiben den Mietern übergeben wurden. Katrin Petersen, Pressesprecherin des Wohnungsverwalters in der Waldsiedlung, versicherte am Dienstagnachmittag auf RUNDSCHAU-Anfrage, alle Zahlungen seien erfolgt.

Mit dem Zwangsgeld will der SWAZ erreichen, dass der Eigentümer der Waldsiedlung, die Greenblue Modesty Property GmbH, für die dort vorhandenen Wohnungen dezentrale Abwasseranlagen errichtet. Der Wohnungsverwalter Grand City Property, der als Sprecher des Eigentümers fungiert, wünscht dagegen einen Anschluss an die zentrale Abwasserentsorgung in Forst.

Nach einer Lösung für die Abwasserentsorgung der Waldsiedlung wird bereits seit Jahren gesucht, weil die Kläranlage nur noch mit einer jährlich verlängerten Ausnahmegenehmigunge der Unteren Wasserbehörde betrieben wird und nicht saniert werden kann.

Der SWAZ sicht sich von der Wasserbehörde beim Landkreis Spree-Neiße zur Schließung der maroden Kläranlage verpflichtet und fordert deshalb den Ausbau der dezentralen Abwasserbeseitung für die ehemaligen Flugplatz-Siedlung in Form von Kleinkläranlagen oder Sammelgruben durch den Eigentümer. Die Grand City Property verweist auf ein laufendes Gerichtsverfahren.