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| 18:59 Uhr

Feierlicher Gottesdienst in der Cottbuser Oberkirche
Engagiertes Wirken gewürdigt

 Die scheidende Superintendentin Ulrike Menzel hat in ihrer letzten Predigt in der Cottbuser Oberkirche mit herzlichen Worten auf ihre zehnjährige Tätigkeit in der Lausitz zurückgeblickt.
Die scheidende Superintendentin Ulrike Menzel hat in ihrer letzten Predigt in der Cottbuser Oberkirche mit herzlichen Worten auf ihre zehnjährige Tätigkeit in der Lausitz zurückgeblickt. FOTO: Bernd Weinreich
Cottbus. Superintendentin Ulrike Menzel wird am Sonntag mit einem feierlichen Gottesdienst in der Cottbuser Oberkirche verabschiedet. Ab September wird sie Theologischer Vorstand der Samariteranstalten Fürstenwalde. Ihr Nachfolger im Evangelischen Kirchenkreis Cottbus wird Georg Thimme. Von Bernd Weinreich

Das Gotteshaus der 1156 erstmals erwähnten Cottbuser Oberkirche war am Sonntagnachmittag bis auf den letzten Platz gefüllt. Sänger und Bläser des Kirchenkreises Cottbus hatten ihre Plätze eingenommen. Mit den ersten Orgelklängen durchschritten Vertreter des Konsistoriums, der Diakonie, des Kirchenkreises, der Gemeinde und des öffentlichen Lebens mit Generalsuperintendentin Theresa Rinecker das Kirchenschiff, um den Gottesdienst zur Verabschiedung von Superintendentin Ulrike Menzel zu feiern. In den ersten Reihen wohnten neben Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe weitere Ehrengäste dem Gottesdienst bei.

Die Superintendentin, die den Evangelischen Kirchenkreis Cottbus seit nunmehr zehn Jahren repräsentierte, beschrieb in ihrer letzten Predigt in der Oberkirche die Zeit ihres hiesigen Wirkens: „Ich hatte immer das Gefühl, am richtigen Platz zu sein, wenn ich mir auch damals, als mir dieses hohe Amt angetragen wurde, nicht vorstellen konnte, es ausfüllen zu können. Ich kann heute vertrauensvoll Abschied nehmen aus der Lausitz.“

 Im Beisein von Superintendent Thomas Köhler und Eveline Enoguanbhor, Assistenten von Generalsuperintendentin Theresa Rinecker (2.v.r.), wurde Ulrike Menzel (li.) im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes entpflichtet.
Im Beisein von Superintendent Thomas Köhler und Eveline Enoguanbhor, Assistenten von Generalsuperintendentin Theresa Rinecker (2.v.r.), wurde Ulrike Menzel (li.) im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes entpflichtet. FOTO: Bernd Weinreich

Ulrike Menzel wirkte seit nunmehr fast 30 Jahren in der Lausitz. Seit 1988 betreute sie, zunächst in der Oberlausitz, mehrere Pfarrstellen und kirchliche Ämter, ehe sie 2009 in Cottbus zur Superintendentin berufen wurde. „Wir sagen es ganz offen: Uns schmerzt dieser Abschied“, beschrieb Generalsuperintendentin Theresa Rinecker Ulrike Menzels engagiertes Wirken, Zuverlässigkeit und Geschick im Umsetzen auch herausfordernder Aufgaben. „Sie haben das Amt geprägt und ausgestaltet. Dafür gilt Ihnen heute unser ganz besonderer Dank.“

Auch Ministerpräsident Woidke würdigte die Arbeit der langjährigen Superintendentin. Ulrike Menzel habe sich der Vermittlung christlicher  Werte mit großem Elan und aus vollem Herzen gewidmet. Der Kirchenkreis Cottbus mit seinen rund 24 000 Mitgliedern sei durch viele Gegensätze wie den von Stadt und Land oder Tradition und Veränderung geprägt. Der Strukturwandel der Lausitz lasse auch die Kirche nicht unberührt, die bei der Lösung der dabei entstehenden Gegensätze und Probleme besonders gefragt sei. Ulrike Menzel habe stets ausgleichend gewirkt, sie höre zu und stehe den Menschen zur Seite. „Ich bin froh, dass sie Brandenburg an neuer Wirkungsstätte in Fürstenwalde erhalten bleibt“, so Woidke

Am 1. September wird sie in die dortigen Samariteranstalten wechseln und als Theologischer Vorstand neben dem Kaufmännischen Vorstand in Verantwortung für die Aufgaben der Samariteranstalten stehen. Diese widmen sich dem Wohl von Menschen mit und ohne Behinderungen in eigenen Kindertagesstätten, Förderschulen, Wohn- und Arbeitsstätten sowie der Altenpflege. Als Nachfolger tritt Pfarrer Georg Thimme seinen Dienst als Superintendent am 1. September an. In einem Gottesdienst am 22. September um 14 Uhr in der Oberkirche wird er in sein Amt eingeführt.