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Sturmtief Niklas ist mit Forst gnädig

Selbst mächtige Bäume auf dem Hauptfriedhof waren Sturmtief Niklas nicht gewachsen und wurden regelrecht entwurzelt.
Selbst mächtige Bäume auf dem Hauptfriedhof waren Sturmtief Niklas nicht gewachsen und wurden regelrecht entwurzelt. FOTO: Hartmut Landes
Forst/Döbern. Das Sturmtief Niklas mit orkanartigen Böen hat in der Region Forst keine größeren Schäden verursacht. Menschen kamen nicht zu Schaden. Dennoch waren die Feuerwehren über viele Stunden im Dauereinsatz. Hartmut Landesund Beate Möschl

Sturmtief Niklas hat in der Region Forst die Muskeln spielen lassen und zahlreiche Bäume gefällt. Vereinzelt rissen orkanartige Böen auch Ziegeln von Dächern. Über viele Stunden waren die Feuerwehren der Stadt und des Döberner Landes im Dauereinsatz.

Nach Angaben von Stadtfeuerwehrführer Bernd Frommelt hat der Sturm in der Voigtstraße einen Baum gefällt, der auf ein Auto stürzte. Von 17 bis 23 Uhr waren zwölf Kameraden im Einsatz, um Schäden, zumeist umgestürzte Bäume, von öffentlichen Flächen zu beseitigen. Gleich drei Bäume stürzten auf dem Hauptfriedhof in Forst unter der Wucht des Sturmes um. Andere Einsätze führten die Feuerwehrleute unter anderem in die Schwalbenstraße, die Falkenstraße und auf die Ortsverbindung zwischen Groß und Klein Jamno. Mitarbeiter des städtischen Betriebsamtes entsorgten am Mittwoch die umgestürzten Bäume. Dessen Leiter Roland Obst bekannte nach der stürmischen Nacht: "Wir sind noch glimpflich davon gekommen."

Die freiwilligen Feuerwehren des Amtes Döbern-Land sind am Dienstag bis Mitternacht von der Leitstelle Lausitz zu fünf Einsätzen gerufen worden. Insgesamt 40 Kameraden waren damit befasst, vorwiegend umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste von Straßen und Wegen zu räumen. Wie Amtswehrführer Lars Mudra auf RUNDSCHAU-Nachfrage erklärte, waren vor allem die Ortsverbindungsstraße Dubrau-Jethe sowie die Ortslagen Friedrichshain und Groß Schacksdorf betroffen. In Groß Schacksdorf war ein Baum in die Stromleitung gestürzt. In Zusammenarbeit mit dem Stromversorger enviaM wurde die Leitung für die Aufräum- und Sicherungsarbeiten zunächst abgeklemmt. Nach Angaben des Stromnetzbetreibers Mitnetz Strom waren im Landkreis Spree-Neiße durch das Orkantief zahlreiche Haushalte von Versorgungsausfällen betroffen. So ist es im Verlauf des Nachmittags und Abends zwischen Forst und Döbern zu mehreren Ausfällen von Mittelspannungsleitungen gekommen. Auch hier waren umstürzende Bäume, die in die Freileitung fielen, der Grund. Mit den Reparaturen wurde noch in den Abendstunden begonnen und teilweise die Stromversorgung wieder hergestellt. Die schnelle Wiederversorgung wurde teilweise durch den Einsatz mobiler Netzersatzanlagen erreicht.

Im Laufe des Mittwochs sind die Reparaturen fortgeführt worden. So wurde zum Beispiel im Bereich Groß Schacksdorf ein defekter Mittelspannungsmast gewechselt und das Freileitungsseil repariert. Gegen 16 Uhr sollte auch hier wieder Normalbetrieb hergestellt sein, hieß es dazu bei Mitnetz Strom.

Die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (Odeg) hat am Mittwochmorgen ihren Betrieb auf der Strecke Forst-Cottbus planmäßig wieder aufgenommen. Am Dienstagabend war es auf der Strecke zu Verspätungen gekommen. Das betraf den Zug um 21.07 Uhr ab Forst. Der darauffolgende Zug fiel ganz aus.