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Studenten laden ab heute in Cottbuser Sommergärten ein

Projekt „Looping“ , Franz-Mehring-Straße. Charakterisierend ist der Weg in Form eines Looping. Der Fußgängerverkehr der hoch frequentierten Straße wird aufgenommen und in den Garten gelenkt. Der Eingang befindet sich direkt an der Fußgängerampel. Geprägt ist der Garten im vorderen Teil durch den Wechsel vorhandener Ruderalvegetation und Beeten mit kultivierten Zierpflanzen. Projektleiterin Christiane Schwarz (r.) im Gespräch mit den Teilnehmerinnen Steffi Bretschneider (l.) und Anne Kretschmar.
Projekt „Looping“ , Franz-Mehring-Straße. Charakterisierend ist der Weg in Form eines Looping. Der Fußgängerverkehr der hoch frequentierten Straße wird aufgenommen und in den Garten gelenkt. Der Eingang befindet sich direkt an der Fußgängerampel. Geprägt ist der Garten im vorderen Teil durch den Wechsel vorhandener Ruderalvegetation und Beeten mit kultivierten Zierpflanzen. Projektleiterin Christiane Schwarz (r.) im Gespräch mit den Teilnehmerinnen Steffi Bretschneider (l.) und Anne Kretschmar. FOTO: Fotos: A. Floß
Cottbus.. Zehn verwilderten Brachflächen haben in Cottbus 44 Studenten ein neues Aussehen gegeben. Die Sommergärten machen auf sich aufmerksam oder laden zum Verweilen ein. Heute ist die offizielle Eröffnung des Projektes „Hier -ist-der-Garten“ mit Tagung, Aktion und Party. Am Samstag gibt es einen geführten Rundgang. Von Adelheid Floß

Welche Potenziale Brachflächen bieten, zeigen Studenten der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU). Sie haben Unkraut beseitigt, umgegraben, gesät und gepflanzt. „Für die Cottbuser Bürger soll das Projekt eine Anregung sein, die Brachflächen nicht nur als Schandflecke wahrzunehmen, sondern als potenzielle Freiräume“ , erklärt Projektleiterin Christiane Schwarz. Entwickelt worden waren die Entwürfe für die Gärten im vergangenen Wintersemester am Lehrstuhl Landschaftsplanung und Freiraumgestaltung (die RUNDSCHAU berichtete).
Mit Hilfe vieler Sponsoren begannen die Studenten am 8. April mit ihren Arbeiten. „Ohne die umfangreiche Unterstützung vieler regionaler und überregionaler Firmen wäre das nicht möglich gewesen“ , sagt Christiane Schwarz. Auf vielen Beeten gab es auch Aussaaten, die jedoch teilweise nicht aufgegangen sind, wie im Projekt Looping. So wurden erneut Pflanzen besorgt, um Lücken schließen zu können. Durch die große Trockenheit galt es an vielen Stellen tatkräftig anzupacken, um Wasser heranzuschaffen. „Wir haben durch die Stadt Cottbus große Hilfe bekommen“ , sagt die Projektverantwortliche. Verschiedene Tonnen vor Ort seien regelmäßig mit Wasser gefüllt worden. Die Projekte „Radikal gute Laune“ und der Gemeinschaftsgarten in der Elisabeth-Wolf-Straße in Sandow sind von Beginn an mit einer breiten Beteiligung des Vereins der Jugendhilfe, von Kleingärtnern und Bürgern begleitet worden.
Die offizielle Eröffnung aller zehn Gärten in Cottbus am Freitag ab 17.30 Uhr ist verbunden mit Erlebnis. Projektleiterin Christiane Schwarz: „In jedem Garten gibt es kleine Aktionen unter einem bestimmten Motto. So beispielsweise das Rote Komp(l)ott in der Sielower Straße 56, eine Waldlounge in der Karl-Liebknecht-Straße, Sonnenblumenspiele im Projekt „Gute Laune“ am Spreeufer 13 oder Gedanken von Fürst-Pückler am Ostrower Damm.“
Vor der offiziellen Eröffnung findet von 10.30 bis 16.30 Uhr eine Tagung im Kunstmuseum Dieselkraftwerk statt. „Hier wird über das Projekt informiert und der fachliche Austausch geführt“ , erläutert sie. Dabei träfen sich Referenten, die ähnliche Zwischennutzungskonzepte vorstellen oder über weltweite Aktivitäten berichten. Der Eröffnungstag klinge mit einer Party im „Mangold“ aus. In der August-Bebel-Straße 22 bis 24 spielen live „Stereopolar“ .
Wer Lust hat, kann sich von Christiane Schwarz durch die Gärten begleiten lassen. „Am Samstag, 28. Juni, sowie 5. Juli gibt es jeweils eine Führung für alle interessierten Bürger“ , sagt sie. Der Rundgang beginne um 15 Uhr am „Tigergarten“ in der Sielower Straße/Deffkestraße. Es wird um eine Anmeldung unter der Telefon-Nummer 0355 693149 gebeten.