(sh) Die Region richtet sich ein für die Zeit nach der Kohle. So eröffnet Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am kommenden Montag zunächst das neue Büro seines Lausitz-Beauftragten Klaus Freytag in Cottbus. Anschließend geht es für ihn weiter in seine Heimatstadt. In Forst hält Woidke eine Rede auf der Standortkonferenz des Lausitz-Beauftragten.

Im Rahmen der Veranstaltung in der Rosenstadt wollen Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft die Zukunftschancen der Stadt beleuchten. Dazu sind Fachreferate speziell zu den Potenzialen des Standortes in den Bereichen Bau-, Gesundheits-, und Finanzwirtschaft geplant. Die eingeladenen Teilnehmer sollen zusammen mit dem Lausitz-Beauftragten die Zukunftschancen im Rahmen der Strukturentwicklung und mit Blick auf das geplante Strukturstärkungsgesetz des Bundes erläutern. Der Chef der Lausitz-Klinik Hans-Ulrich Schmidt wird einen Vortrag halten, ebenso Unternehmer Michael Lindner sowie Sparkassen-Direktor Jens Gerards.

Die Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos) verknüpft einige Erwartungen mit der Runde. Die Standortkonferenz sei eine gute Gelegenheit für Unternehmen und Einrichtungen, ihre Zukunftsvorstellungen zu präsentieren. Die Rathauschefin denkt dabei an Investitionen, Zusammenarbeit mit Einrichtungen wie der BTU oder neue Projekte. Auch Wünsche in Richtung Land oder Bund könnten geäußert werden.

„Ich werde in meinem Part die Situation der Stadt darstellen, insbesondere die geplanten Investitionen in unserem Industrie- und Gewerbegebiet“, verrät die Forster Bürgermeisterin. Sie erhoffe sich dabei vor allem von Seiten der Staatskanzlei Aussagen zu Verfahrensabläufen oder zur Bewilligung von eingebrachten Förderanträgen. Vom Ministerpräsidenten Dietmar Woidke erwarte sie grundsätzliche Aussagen zur Positionierung der Landesregierung zum Strukturwandel und zur geplanten Struktur der neu zu gründenden Entwicklungsgesellschaft und wie die vom Kohleausstieg betroffenen Kommunen in die Arbeit der Gesellschaft eingebunden werden sollen.

An der Konferenz teilnehmen werden auch die Fraktionsvorsitzenden der Forster Stadtverordnetenversammlung. „Für mich ist wichtig, dass die Stadtverordneten im Prozess mitgenommen werden, da diese eine entscheidende Rolle für mögliche Ansiedlungen und damit die Entwicklung der Stadt einnehmen“, sagt Simone Taubenek.