Das Amt Döbern-Land steht vor einem Problem. Zwar steigen nach Angaben aus der Verwaltung zumindest derzeit die Zahlen der Kinder, die eine Tagesstätte besuchen, an. Dennoch nimmt die allgemeine Bevölkerungszahl ab.

„Es ist unsere Aufgabe, unsere Gemeinden so attraktiv zu gestalten, dass die Bevölkerungszahlen durch die Geburt von Kindern und Zuzug junger Familien nicht nur auf einem Niveau bleibt, sondern vielleicht auch wieder steigen“, sagt dazu die Amtsdirektorin Anja Redlow, die seit gut einem halben Jahr die Geschicke in Döbern leitet. „Gemeinsam mit unseren Abgeordneten müssen wir immer wieder daran erinnern, dass sich der ländliche Raum, der aus Sicht der Landes- und Bundesregierung zu fördern ist, auch außerhalb der umliegenden Städte befindet.“

Eine besondere Herausforderung stelle in ihrem Amt der Bau des neuen Schulgebäudes für den Grundschulteil des Schulzentrums dar. „Der Bau ist nicht nur finanziell, sondern auch in der Planung und Betreuung durch die Verwaltung eine große Aufgabe, die es zu bewältigen gilt“, sagt Anja Redlow. Gut zwölf Millionen Euro kostet die neue Schule, für die Ende des vergangenen Jahres der Grundstein gelegt worden ist. Dabei sucht die Döberner Verwaltung noch nach zusätzlichen Fördermöglichkeiten, um den Eigenanteil für den Schulneubau zu verringern. Bislang muss das Amt rund die Hälfte der Kosten aus eigenen Mitteln schultern. „Ich bin dankbar dafür, dass der Schulbau von allen Gemeinden unseres Amtsbereichs mitgetragen wird“, so Anja Redlow.