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| 14:39 Uhr

Döbern
Streit um Döberner Rampe wird politisch

Um diesen Zugang zur Arztpraxis, der zum Teil auf dem Gehweg steht, ist in Döbern ein Streit entbrannt.
Um diesen Zugang zur Arztpraxis, der zum Teil auf dem Gehweg steht, ist in Döbern ein Streit entbrannt. FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Döbern. Behindertengerechter Zugang entstand ohne Genehmigung. Döberner plädieren für vernünftige Lösung. Von Katrin Kunipatz

Der Streit um die Rampe an der Forster Straße 12 in Döbern ist am Donnerstag, 26. April, Thema in der Stadtverordnetenversammlung (SVV). Hauseigentümer Arno Asmus, der die Rampe als behindertengerechten Zugang zur Hausarztpraxis errichtet hatte, wehrt sich gegen den von der Stadt Döbern angeordneten Abriss.

Die Stadt wiederum besteht auf dem Rückbau, weil die Rampe ohne Genehmigung und teilweise auf dem öffentlichen Gehweg errichtet wurde. Die nachträgliche Sondernutzungserlaubnis für den Gehweg hatte die SVV im November vergangenen Jahres verweigert. Damit kann die Bauaufsichtsbehörde des Landkreises den behindertengerechten Zugang für die Arztpraxis nicht genehmigen. Im Umkehrschluss wäre die Arztpraxis nicht mehr barrierefrei erreichbar. Gelingt es Hauseigentümer Asmus nicht, einen anderen rollstuhlgerechten Zugang zu schaffen, verlöre die Praxis ihre Zulassung. Laut Asmus seien andere Zuwege mit vertretbarem Aufwand nicht umsetzbar.

Renate Pniok vom Döberner Seniorenbeirat und andere Döberner sammelten Unterschriften für die Rampe. Sie sollen bei der SVV übergeben werden. Pniok wünscht sich, dass alle Beteiligten gemeinsam nach einer vernünftigen Lösung suchen. Die Rampe sollte bleiben, so ihre Idee. Denn die Ärzte seien sehr wichtig für Döbern. Asmus müsste für den verspäteten Antrag zur Rechenschaft gezogen werden.