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| 11:43 Uhr

Für eine schönere Stadt
Streifenbild lässt Mauer transparent erscheinen

Akkurat klebt Stuckateurmeister Michael Herrmann die Mauer am Stadtpark Mitte ab. Nur die richtige Verteilung der Farbe lässt das Bild wirken.
Akkurat klebt Stuckateurmeister Michael Herrmann die Mauer am Stadtpark Mitte ab. Nur die richtige Verteilung der Farbe lässt das Bild wirken. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Am Stadtpark Mitte gibt es ein neues Kunstwerk. Gestaltet hat es die Cottbuser Firma Strauss & Hillegaard. Von Katrin Kunipatz

() Ein neues Kunstwerk ziert die Mauer an der Bahnhofstraße, hinter der sich der Stadtpark Mitte befindet. Fährt man mit dem Auto daran vorbei, sind darauf Äste und Bäume zu erkennen. Fast scheint es, als würde die Mauer transparent und gewähre einen Einblick in den dahinter liegenden Parkt. Aber wer direkt an die Mauer herantritt, sieht nur dickere und dünne graue Linien.

Alex Schirmer, Projektleiter der Cottbuser Firma Strauss & Hillegaard, verrät nicht viel über die neue Technik der Fassadengestaltung: „Wir haben uns bei der Entwicklung vom Prinzip des Zeitungsdrucks inspirieren lassen.“ In Bereichen, die dunkler sein müssen, liegen die Linien enger beieinander als in den helleren Bereichen.  „Das Ergebnis ist ein unechtes Halbtonbild“, so Schirmer. Innerhalb von vier Wochen wurde die Mauer gereinigt, grundiert und neu gestrichen. Dann klebten Alex Schirmer und die beauftragten Subunternehmer die am Computer erstellte Schablone auf die Wand und sprühten die Farbe auf.

Bei der Auswahl des Motivs haben sich die Cottbuser eng mit Fachbereichsleiterin Angelika Geisler und Stadtteilmanagerin Kathleen Hubrich abgestimmt. Da der Stadtpark ein Ort der Erholung ist und Friedhof war, sollte es kein farbiges Bild sein. Mit der gefundenen Lösung sind beide sehr zufrieden. Insgesamt 10 000 Euro habe das Projekt gekostet, das Geld stammt aus dem Verfügungsfonds Stadtumbau Ost. Ziel der Aufwertung sei es, die Mauer zu gestalten und so Graffitischmierereien zu unterbinden, so Geisler. Alex Schirmer verweist auf den ungeschriebenen Codex der Sprayer: Demnach wird eine gestaltete Fläche nicht besprüht. Kathleen Hubrich kann dies bestätigen. Bis auf zwei Ausnahmen seien die gestalteten Trafohäuschen nicht verunstaltet worden. Jedoch scheinen sich nicht alle daran zu halten. Angelika Geisler musste feststellen, dass das große Wandbild an der Post, ebenfalls von Strauss & Hillegaard, im unteren Bereich beschmiert wurde. Die Beseitigung von Graffiti im Innenbereich des Stadtparks und am Eingangstor sei ebenfalls in den vergangenen Wochen erfolgt und habe 790 Euro gekostet.