Von Sven Hering

Weltmeisterschaften, in den großen Sportarten wie Fußball vor allen Dingen, sind längst ein einträgliches Geschäft. Verbände profitieren davon, aber auch die Austragungsorte in Form von modernisierten Sportstätten und Tausenden Touristen, über die sich Gastwirte und Hoteliers freuen.

Wenn nun im September in Drebkau die weltbesten Zweispänner um den Titel fahren – ja auch derartige Weltmeisterschaften gibt es – dann werden schon vor dem ersten Wettbewerb Gewinner feststehen: die Anwohner. Diese dürfen sich auf der Kreisstraße zwischen Drebkau und Steinitz über einen neuen Flüsterasphalt freuen, der bis zu den Titelkämpfen auf der K7126 aufgebracht werden soll. Das verrät  Frank Kuckert, Sachgebietsleiter der Unteren Straßenbaubehörde im Forster Landratsamt.

Doch damit nicht genug: Die Straße wird außerdem eine „Hochleistungsmarkierung“ erhalten. Kuckert verspricht dadurch mehr Sicherheit für Autofahrer bei Dunkelheit durch ein dreimal so starkes Reflektionsvermögen im Vergleich zu herkömmlichen Markierungen.

Doch auch ohne sportliche Großereignisse gibt der Kreis Gas: Erneuert werden soll in diesem Jahr zum Beispiel die Bahnhofstraße in Kolkwitz – ein Gemeinschaftsprojekt des Landkreises mit der Gemeinde. Auf 400 Metern Länge werden Straße, Gehweg und Entwässerung auf Vordermann gebracht. Noch in diesem Jahr soll das Vorhaben abgeschlossen werden.

So gut wie fertig ist hingegen bereits der gut einen Kilometer lange Straßenabschnitt zwischen Auras und Löschen. Dort wurde der Unterbau erneuert und eine neue Bitumendecke aufgetragen.

Wegen starker Betonschäden muss in den nächsten Wochen die Brücke über den Grubenwasser­ableiter zwischen dem Abzweig B97n und Bärenbrück erneuert werden. Planung und das Einwerben von Fördermitteln haben mehrere Jahre gedauert, noch in diesem Monat soll es jetzt mit den Arbeiten losgehen. Der Verkehr wird über eine Ampelanlage geregelt und einspurig an der Baustelle vorbeigeleitet.

Schließlich möchte der Landkreis in den kommenden Monaten bei den Radwegen mächtig klotzen. Rund 16 Millionen Euro hat es dafür als Fördermittel gegeben (die RUNDSCHAU berichtete). Spree-Neiße hat damit aus dem 78-Millionen-Euro-Topf einen nicht unerheblichen Anteil erhalten.

Damit kann der Landkreis nun die Modernisierung von 135 Abschnitten auf den Fernradwegen im gesamten Landkreis angehen, freute sich bei der Übergabe des Fördermittelbescheids vor wenigen Tagen der zuständige Dezernent Olaf Lalk (CDU). Insgesamt sind das 138 Kilometer Wegstrecke. Die Leistungen würden nun europaweit ausgeschrieben, sodass die Arbeiten spätestens im Frühjahr 2020 beginnen könnten, kündigt Lalk an. Die Fördermittel sind an den Zeitraum Oktober 2019 bis September 2022 gebunden.