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| 20:45 Uhr

Unfallschwerpunkt
Stillgelegte Ampel an Unfallschwerpunkt umsetzen?

Vor zwei Wochen wurde das Stoppschild an der Sacroer Kreuzung um 30 Zentimeter tiefer gesetzt, Hinweisschilder sollen aufgestellt werden.
Vor zwei Wochen wurde das Stoppschild an der Sacroer Kreuzung um 30 Zentimeter tiefer gesetzt, Hinweisschilder sollen aufgestellt werden. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Die Sacroer Kreuzung beschäftigte auch viele Forster. Die Ampel an der Rüdigerstraße ist jedoch überaltert und wird zurückgebaut.

Warum denn nicht einfach die stillgelegte Ampel an der Rüdigerstraße/Am Haag an den Unfallschwerpunkt Kreuzung Nordumfahrung/Forster Straße umgesetzt werden könnte, wollte Manfred Meier am RUNDSCHAU-Reporter-Telefon wissen. Dann könnte der Verkehr leichter geregelt werden – ähnlich wie in Guben, da würden an der Hauptstraße Richtung Grenze ähnliche Kreuzungsverhältnisse vorliegen, und dort sei gleich eine Ampelkreuzung gebaut worden.

Sabine Jahnke, Fachbereichsleiterin Bauen der Stadt Forst, teilt auf Nachfrage mit, dass es sich bei der Sacroer Kreuzung um eine übersichtliche und gut ausgebaute Kreuzung außerhalb der Ortschaften Forst und Sacro handele. Bauliche Maßnahmen stünden nicht zur Disposition. Das hatte auch ein vor zwei Wochen einberufener Vor-Ort-Termin der Unfallkommission Spree-Neiße ergeben. Eine Ampel wie auch ein Kreisverkehr waren dort als zu langfristig und zu teuer bewertet worden. Dafür war als unmittelbare Reaktion das Stoppschild um 30 Zentimeter tiefer gesetzt worden, um es aufgrund der Bäume am Straßenrand besser zu sehen. Zudem waren zwei neue Hinweistafeln mit der Aufschrift „Achtung, Unfallschwerpunkt!“ beauftragt worden. Weiterhin soll im September eine Verkehrszählung stattfinden. Zudem wurde die Landesunfallkommission um Hilfe gebeten.

Zum Thema Umsetzen einer stillgelegten Ampel teilt Sabine Jahnke mit, dass dies theoretisch möglich sei. Die Ampel Rüdigerstraße sei jedoch stark überaltert und entspreche nicht mehr den technischen Anforderungen. Sie werde deshalb auch nicht wieder in Betrieb genommen und könne nicht umgesetzt werden. Sie werde zurückgebaut. Laut Sabine Jahnke ist die Ampel bereits seit etwa 2010 außer Betrieb. Die technische und elektrische Betriebssicherheit konnte damals seitens der Wartungsfirma nicht mehr gewährleistet werden. Verkehrstechnisch habe zudem auch kein Bedarf mehr bestanden.

An der Sacroer Kreuzung war es am 8. Juli erneut zu einem Unfall mit einem Schwerverletzten gekommen. Der Verursacher kam wiederholt aus Richtung Sacro.