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| 01:08 Uhr

Steht Stolpe morgen im Stau?

Guben / Forst.. Wenn Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe morgen Nachmittag an die Neiße kommt, kann es auf der B 112 zeitgleich wieder eng werden.

In den letzten Wochen war die Straße in Richtung Groß Gastrose nämlich regelmäßig ab Freitag bis kurz vor den Gubener Ortseingang durch eine Lkw-Schlange zugestaut. Allerdings ist zu befürchten, dass der Minister von dem lebensgefährlichen Chaos nichts bemerken wird.
Es ist ein unerklärliches Phänomen. Die Bewohner rund um den Grenzübergang Gubinek in der Nähe von Klein Gastrose leiden seit Jahren unter einem fast wöchentlich wiederkehrendem Stauchaos auf der B 112. Immer dann aber, wenn sich Landes- oder gar Bundespolitiker für das nervige Problem interessieren, ist die lebensgefährliche Autoschlange verschwunden.
Für die Stau-Betroffenen klang es wie ein übler April-Scherz, als die Staatskanzlei des brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck just am 1. April eine Mitteilung verbreitete, in der es hieß, das Stauproblem vor dem Übergang Gubinek sei „gelöst“ .
Doch entgegen aller Behauptungen gibt es den Stau immer noch, und er sorgt dafür, dass auch Guben spätestens ab Freitagfrüh aus Richtung Forst nicht mehr direkt erreichbar ist.
Manfred Stolpe, der die Problematik um den Grenzstau schon aus seiner Zeit als Brandenburgischer Ministerpräsident sehr genau kennt, wird das Schicksal derjenigen, die unter dem Stau seit Jahren leiden, aber wohl auch morgen nicht teilen müssen. Obwohl der Minister Guben in Richtung Zittau verlassen will, deutet vieles darauf hin, das Stolpe den Stau mit einem Hubschrauber überfliegen könnte.
Auch bei seinen Terminen in Guben selbst wird Manfred Stolpe morgen wohl von keinem Offiziellen mit dem unangenehmen Stauproblem belästigt. Denn er ist in seiner Eigenschaft als Bauminister auf Tour. Nach Guben kommt er, weil die Neißestadt Deutschlands Vorreiter in Sachen Stadtumbau ist. Nirgends anders verschwinden Plattenbauten so massiv. (js)