Von Daniel Schauff

Sogar ein eigenes Bier gibt es.

Forst ist im Steampunk-Fieber. Aus der Idee, im kleinen Forst ein Zeitreise-Festival zu organisieren, ist eine große geworden. Die Bürgermeisterin sitzt mit im Boot, der Gewerbeverein. Knapp drei Monate vor dem großen Tag der organisierenden Feuershow-Truppe Ravenchild fasst die LAUSITZER RUNDSCHAU das Wichtigste zusammen, was Sie über den Steampunk und das Steamrose-Festival in Forst wissen müssen.

Steampunk ist ein Kunstwort aus der englischen Sprache und setzt sich aus den Wortteilen „steam“ (deutsch: Dampf) und „punk“ (deutsch: wertlos) zusammen. Aus der literarischen Strömung der 1980er-Jahre hat sich eine Mode und eine Subkultur entwickelt, in der die Ästhetik des viktorianischen Zeitalters mit futuristischer Technik verbunden wird. Im Grunde wird im Steampunk die Zukunft so gezeigt, wie sie sich Menschen im viktorianischen Zeitalter vorgestellt haben könnten. In der Rosenstadt wird Steampunk zu Steamrose.

Das Festival findet am 7. September im gesamten Stadtgebiet von Forst statt. Die Liste der Akteure ist lang und beinhaltet Steampunk-Fans aus der Region ebenso wie von weither. So spielt etwa der „Spree-Neiße-Ire“ Wolfgang Dannat ebenso seine Musik wie die Clockwork Dolls aus den USA. Künstler aus ganz Deutschland und Nachbarländern kommen in die Lausitz, um die einstige literarische Strömung einen Tag lang mit Leben zu füllen. Umfangreiche Informationen zum Festival gibt es auch auf der Internetseite www.steamrose.de

Ein Wettbewerb ist bereits jetzt gestartet. Rund um das Steamrose-Festival fertigt der Cottbuser Fotograf Jörg Friebe, selbst ursprünglich Forster, aufwendige Fotocollagen an. Bereits jetzt sind viele davon unter anderem auf der Webseite zum Festival zu sehen. Wer mag, kann Teil der Steampunk-Welt in Forst werden und ein Foto von einer Person in einem an die viktorianische Zeit erinnernden Kostüm einsenden. Die Voraussetzung: Das Foto muss neben der Person auch eine Rose und ein Forster Motiv zeigen. Einsendungen sind bis zum 1. August an foto@steamrose.de möglich.

Der Gewerbeverein hat das Steamrose-Festival zum Anlass genommen, den zweiten Gewerbestammtisch am Dienstagabend ganz ins Zeichen des Steampunks zu setzen. Ziel war es, mit den Initiatoren und Planern des Festivals ins Gespräch zu kommen, um so unter anderem zu erfahren, wie sich Unternehmer und Gewerbetreibende einbringen und profitieren können.

Ein Videodreh zum Festival hat bereits im April für Aufsehen gesorgt. Als Kulisse dienten alte Fabriken in der Rosenstadt, die das Forst der 1920er-Jahre wieder aufleben lassen sollten. Zu sehen sind neben gespielten Szenen auch Originalaufnahmen des alten Forst, zahlreiche bekannte Forster Gesichter und Bürgermeisterin Simone Taubenek im Steampunk-Kostüm. Zu finden ist der Film unter anderem bei Youtube unter folgendem Link: https://bit.ly/2KFLFI1

Und das Bier? Kommt aus Görlitz und ist streng limitiert. Gerade einmal 60 Flaschen gibt es vom Steamrose Zeitreisen-Bier beim Forster Festival.