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| 10:18 Uhr

Statue statt Grabstein möglich

Gahry. Der Ortsbeirat von Gahry diskutierte am vergangenen Freitag das Konzept zur Friedhofssatzung und zur Friedhofsgebührensatzung der Gemeinde Wiesengrund. Über die ortsübliche Größe von Grabmalen habe sie allerdings aus den Wiesengrunder Ortsteilen noch keine Zuarbeit erhalten, bemängelte Petra Dietrich, die im Amt Döbern-Land insgesamt 33 Friedhöfe verwaltet. ah

Die Verwaltung wolle den Einwohnern jedoch bei der Größe von Grabanlagen keine Vorgaben überstülpen, so die Amtsvertreterin. Auf den Friedhöfen von Wiesengrund sei ausreichend Platz vorhanden. Bisher sei es üblich gewesen, dass die Einwohner einen Sterbefall immer zuerst beim Bürgermeister meldeten, so Ortsbürgermeister Holger Baierl. Das solle auch künftig so bleiben, meinte Petra Dietrich. Sie benötige nur die Angaben zur Erstellung des Gebührenbescheides und wolle nicht die Gepflogenheiten und Rechte der Gemeinden beschneiden. Das gelte auch für das „Grabmachen“ durch Bürger der Gemeinde. „Kann statt eines Grabsteines auch eine Statue in angemessener Größe aufgestellt werden?“, erkundigte sich Ortsbeiratmitglied Walter Lobedan. Das sei natürlich möglich. Das Grabmal dürfe nur nicht der Würde des Friedhofes abträglich sein, sagte Petra Dietrich. Sie plädiert für Individualität bei der Gestaltung von Grabanlagen und bedauert das unwiederbringliche Verschwinden vieler schöner alter Grabsteine. Statt einer ehemals in Gahry üblichen Ruhezeit von 30 Jahren sieht die neue Satzung nur noch 20 Jahre vor, sagte der Ortsbürgermeister. Das sei der Wunsch vieler Bürger, so Dietrich. Der Gesetzgeber sehe auch 20 Jahre vor. Das Nutzungsrecht bestehe noch für weitere fünf Jahre. Danach könne es auf Wunsch verlängert werden. Nach einer kurzen Beratung der gewählten Gahryer Vertreter und der Amtsvertreterin verkündete der Ortsbeirat schließlich seine Zustimmung zu den Vorlagen von Friedhofssatzung und Friedhofsgebührensatzung.