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Statistisch gesehen war der Sommer guter Durchschnitt

Spree-Neiße. Eigentlich hätte man den Bericht vom Juliwetter getrost als Kopie für das Wetter im vergangenen August nutzen können, denn es war doch sehr ähnlich, oft unbeständig, aber warm. hdo1

Der heißeste Tag des Jahres war der 1. August. Die gemessenen 35,6 Grad Celsius waren recht unangenehm. Dennoch hatten andere Regionen weit größere Probleme mit Hitze, denn fast überall südlich der Alpen herrschten wochenlang Werte von weit über 30 Grad. Die "Hundstage" machten ihrem Namen dort alle Ehre.

Man sagt, der Augusthitze ist nicht zu trauen, denn es pflegt im August beim ersten Regen die Hitze sich zu legen. Diese alte Wetterregel traf auch im August 2017 in der Lausitz oft zu. Nach heißen Tagen und nächtlichem Gewitter war der darauffolgende Tag meist wesentlich kühler, kaum mehr als 20 Grad warm. Aber es ging danach schnell wieder bergauf mit den Temperaturen und oft auch der Schwüle.

In der zweiten Monatshälfte spürte man in den Morgenstunden schon den Atem des nahenden Herbstes. Niedrigere Nachttemperaturen, Tau auf den Wiesen und die ersten Spinnweben der Wolfsspinne, die vom Wind davongetragen wurden, sind erste Anzeichen auch auf den Spätsommer, der uns hoffentlich noch schöne und milde Tage beschert. Auch die schwarzen Dolden der Holunderbeeren zeigen das Ende des Sommers an. Das Monatsmittel lag bei 20,35 Grad. An 14 Tagen fiel messbarer Niederschlag, insgesamt 60 Liter.

Statistisch gesehen war der Sommer 2017 in der Lausitz guter Durchschnitt. Insgesamt gab es 50 Sommertage, von denen neun als heiße Tage in die Statistik eingehen. Zum Vergleich: 2016 gab es 54 Sommer- und zehn heiße Tage.

Auch auf das Nass von oben war Verlass: Insgesamt fielen auf die drei Monate recht gleichmäßig verteilte 222 Liter je Quadratmeter (2016: 234 Liter). Anderenorts fiel wesentlich mehr Regen. Durch oft starke Gewittergüsse erlebte beispielsweise Berlin den regenreichsten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1887. Dort fiel mit 420 Litern in drei Monaten fast doppelt so viel Regen wie beispielsweise in Forst.

Nun könnte man auf einen warmen September hoffen. Ob es aber wieder 15 Sommertage wie im vergangenen Jahr werden, das bleibt zu bezweifeln.

Als Aussicht auf den Herbst verspricht der Hundertjährige Kalender für das Jahr der Sonne: Der Herbst ist angenehm und trocken. Es reift und gefriert frühzeitig, tagsüber aber ist es warm.