Bei den beliebtesten Vornamen für die Kinder, die im Jahr 2019 in Forst geboren worden sind, hat es im Vergleich zum Vorjahr eine Wachablösung gegeben – sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen. Das geht aus der Statistik hervor, die die Stadtverwaltung auf RUNDSCHAU-Nachfrage zur Verfügung gestellt hat.

Demnach war Emma im vergangenen Jahr der beliebteste Mädchenname. Er wurde gleich sechsmal vergeben. In der Liste folgen mit jeweils vier Nennungen Charlotte, Johanna, Julia, Lotta, Mia und Mila.

Bei den Jungen teilen sich gleich vier Namen die Spitzenposition: Anton, Liam, Paul und Pepe wurden jeweils viermal vergeben.

390 verschiedene Namen

Insgesamt gingen 390 Namen in die Statistik ein. 153 Kinder hatten zwei Vornamen, neun sogar drei Vornamen. Ein paar Beispiele für Doppelnamen: Mia-Sophie, Ashley-Marie, Dora-Mathilde, Lotta-Luisa, Lynn-Marie oder Milaine-Sophie bei den Mädchen und Liam-Tjark, Damian-Lean oder Max-Richard bei den Jungen.

„Außergewöhnliche Vornamenswünsche gab es aus unserer Sicht nicht“, sagt Rathaus-Sprecherin Susanne Joel. Deshalb mussten im vergangenen Jahr auch keine Vornamen abgelehnt werden.

Im Jahr 2018 war noch Ben der am meisten vergebene Jungenname. Sieben Kinder wurden so genannt, teilte das Standesamt Forst/Döbern-Land auf Nachfrage mit. Bei den Mädchen dominierte Ella: Sechs Eltern nannten ihr Baby so.

Charlotte war 2016 der beliebteste Vorname bei den Babys, die in Forst beurkundet wurden. Auch bei den Jungen lag ein klassischer Name vorn: Friedrich wurde genau wie 2015 achtmal vergeben.

1919 lagen Gertrud und Hans vorne

Interessant ist in dieseme Zusammenhang auch ein Blick genau hundert Jahre zurück: So waren 1919 in Deutschland Gertrud, Ilse und Hildegard die beliebtesten Mädchennamen. Bei den Jungen dominierten Hans, Heinz und Carl/Karl. Das hat der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld ermittelt und auf seiner Internetseite www.beliebte-vornamen.de veröffentlicht. Die Ranglisten der häufigsten Vornamen der Jahrgänge 1890 bis 2003 basieren seinen Angaben zufolge auf einer Vielzahl unterschiedlicher Quellen, da es eine offizielle Statistik in Deutschland nicht gibt. Beispielsweise seien Familienanzeigen und Zeitungsartikel ausgewertet worden. Weitere Quellen seien Familienchroniken, Absolventenverzeichnisse von Schulen und Teilnehmerlisten an Sportveranstaltungen.