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| 17:39 Uhr

Resümee zum Start der Biotonne
Biotonnen in Spree-Neiße noch verhalten geleert

Spree-Neiße. Nur etwa jede sechste Tonne wurde seit dem Start am 1. Januar zur Entleerung herausgestellt.

Seit dem 1. Januar gibt es in Spree-Neiße die Biotonne. Insgesamt sind im Landkreis 10 316 Tonnen mit dem Fassungsvermögen von 120 Litern aufgestellt worden und 1252 Tonnen in der Größe von 240 Litern. Darüber informiert Susanne Neuer, Werkleiterin des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft des Landkreises, auf Nachfrage. Vereinzelt habe es auch Anmeldungen von Gewerbetreibenden gegeben, die laut Gesetz aus der Pflicht ausgenommen sind.

Wie Susanne Neuer mitteilt, haben im ersten Monat der Biosammlung 1830 Behälter zur Entleerung bereitgestanden. Das sind, bezogen auf die Gesamtanzahl der Tonnen, rund 15,8 Prozent, also rund jede sechste Tonne. „Da wir eine 14-tägige Entleerung anbieten, wäre eine zweimalige Leerung jedes einzelnen Behälters möglich gewesen“, so die Werkleiterin.

Grundsätzlich sei es jedoch so, dass in den Wintermonaten immer weniger Biomüll anfalle, da die Bürger erst wieder im Frühjahr damit beginnen, ihre Gärten in Ordnung zu bringen. Im Sommer und Herbst werden mehr Grünabfälle anfallen, so Susanne Neuer. Deshalb könne man erst nach Ablauf eines Jahres Rückschlüsse auf die Akzeptanz der Biotonne ziehen und dann möglicherweise Veränderungen im Abholrhythmus in Erwägung ziehen.

„Leider mussten wir aber auch schon für 70 bereitgestellte Biotonnen die Leerung verweigern, da dies andere, nicht biologisch verwertbare Abfälle enthielten“, betont die Werkleiterin. „Die Behälter wurden mit einem Beanstandungsaufkleber versehen, sodass der Bürger nachvollziehen konnte, warum seine Bio­tonne nicht geleert wurde.“ Die Eigenbetriebsleiterin weist deshalb auch nochmal darauf hin, dass biologisch abbaubare Tüten nicht in die Biotonne gehören. Ausführliche Informationen gebe es unter anderem im Abfallkalender sowie auf der Internetseite des kreislichen Eigenbetriebes (www.eigenbetrieb-abfallwirtschaft.de).

Wer sich bisher noch nicht für die Biotonne entschieden habe, könne dies jederzeit nachholen. Auf der Internetseite befinde sich ein entsprechendes Antragsformular, so Susanne Neuer. Mit diesem Formular sei ebenfalls die Abmeldung der Biotonne möglich. Allerdings müsse dazu die Eigenkompostierung nachgewiesen werden, erklärt Werksleiterin Susanne Neuer.

Am Montag haben sich die Mitglieder des Werksausschusses des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft die Mechanisch-Biologische Abfallbehandlungsanlage Freienhufen bei Großräschen angesehen, wo der Biomüll aus Spree-Neiße verarbeitet wird.