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Stallpflicht bleibt bis auf Weiteres bestehen

Spree-Neiße. Die Stallpflicht für Geflügel besteht bis auf Weiteres. Darauf hat das für den Spree-Neiße-Kreis und die Stadt Cottbus zuständige Veterinäramt in Forst noch einmal hingewiesen. red/js

Betroffen sind Hühner, Truthühner beziehungsweise Puten, Perlhühner, Rebhühner, Fasane sowie Laufvögel wie Strauße oder Emus, aber auch Wachteln, Enten und Gänse. Die Dauer der Maßnahme ist laut Kreis vom weiteren Verlauf der Geflügelpest abhängig. Grundsätzlich könne der Erreger bei niedrigen Temperaturen sehr lange infektiös bleiben und daher in der gesamten kalten Jahreszeit vermehrt auftreten. Aufgrund der aktuellen Risikoeinschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts sei nach wie vor von einem hohen Eintragsrisiko in Nutzgeflügelhaltungen und Vogelbeständen in zoologischen Einrichtungen durch direkte und indirekte Kontakte zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel auszugehen. Geflügel muss in geschlossenen Ställen oder unter überdachten Gehegen gehalten werden, die jeglichen Kontakt mit Wildvögeln verhindern. Dazu gibt es Auflagen zum Führen eines Bestandsregisters für Tiere und Eier sowie zur Hygiene. Bei erkrankten Tieren, erhöhten Tierverlusten oder erheblicher Veränderung der Legeleistung ist die Ursache unverzüglich von einem Tierarzt untersuchen zu lassen. Für Nachfragen steht auch das Veterinäramt in Forst (Telefon 03562 98618300) oder im Technischen Rathaus Cottbus (Telefon 0355 6123915) zur Verfügung. Das Veterinäramt sollte auch bei toten Wildvögeln informiert werden. Diese, so warnen die Fachleute, sollten keinesfalls angefasst werden.