| 02:36 Uhr

Stadtchef bleibt vorerst außer Dienst

Forst. Bürgermeister Philipp Wesemann (SPD) wird vorerst nicht ins Forster Rathaus zurückkehren. Wie lange seine Genesung dauert, will er noch nicht prognostizieren. Über die Entwicklungen in der Stadt ist er informiert. Daniel Schauff

Seit Anfang Dezember ist der Forster Bürgermeister Philipp Wesemann (SPD) außer Dienst. Eine schnelle Rückkehr ins Rathaus wird es offenbar zunächst nicht geben. Das kündigte der Bürgermeister gegenüber der RUNDSCHAU an. "Ich kann derzeit noch keine Prognose geben, wann ich die Dienstgeschäfte wieder aufnehmen kann", so Wesemann. Auf ärztlichen Rat hin wolle er zunächst für seine eigene Genesung sorgen. Wie lange die dauern wird, sei derzeit noch nicht absehbar, so der Bürgermeister.

Die Fraktionen der Forster Stadtverordnetenversammlung seien mittlerweile informiert, dass eine schnelle Rückkehr unwahrscheinlich ist. Das wollte Wesemann erledigen, bevor er sich öffentlich zu seiner Abwesenheit äußert.

Ganz aus den politischen Entwicklungen in der Rosenstadt will sich Wesemann allerdings trotz Erkrankung nicht zurückziehen. Mit seinem Stellvertreter, dem Forster Finanzvorstand Jens Handreck, stehe er in regelmäßigem Kontakt, sagt Wesemann, um sich über Aktuelles aus dem Rathaus informieren zu lassen. Handreck führt die Geschäfte im Rathaus bis zu Wesemanns Wiederkehr.

Wesemanns Ausfall ist der zweite an einer Stadtspitze in der Lausitz, der in den vergangenen Tagen bekannt wurde. Gerade erst berichtete die RUNDSCHAU über den längerfristigen Ausfall des Bürgermeisters von Lübben (Dahme-Spreewald), Lars Kolan (SPD). Auch bei ihm wird sich die Genesung noch einige Zeit hinziehen, voraussichtlich bis März. Stellvertreter übernehmen seinen Posten im Rathaus.

In Guben übernimmt aktuell der Stellvertreter Fred Mahro die Bürgermeister-Aufgaben, und das bereits seit mehr als fünf Jahren. Bei dem gewählten Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner (FDP) allerdings ist eine Rückkehr ins Gubener Rathaus noch vollends unsicher. Er kann seine Amtsgeschäfte aufgrund eines vom Landrat Harald Altekrüger (CDU) eingeleiteten Disziplinarverfahrens und einer damit einhergehenden Suspendierung nicht ausführen. Philipp Wesemann hingegen will vor seiner Rückkehr ins Rathaus sichergehen, dass er seine Aufgaben als Bürgermeister gesundheitlich wieder wahrnehmen kann.