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| 16:17 Uhr

Reaktion
Die „Schwarze Jule“ soll wieder aufs  Gleis kommen

 Die Schienen der alten Forster Stadteisenbahn am Brandenburgischen Textilmuseum Forst.
Die Schienen der alten Forster Stadteisenbahn am Brandenburgischen Textilmuseum Forst. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Zum Fahren der Stadteisenbahn innerhalb von Forst gibt es laut Stadtverwaltung aber keine Planung und Entscheidung.

Er wäre dafür, die Lok der Forster Stadteisenbahn „Schwarze Jule“ auf der Bahnlinie Rosengarten über das Textilmuseum bis zur Stadtkirche fahren zu lassen – mit Hänger für Besucher. Das hatte ein Nutzer des sozialen Netzwerks Facebook Anfang Januar als Reaktion auf den RUNDSCHAU-Artikel „Wie weiter mit der Schwarzen Jule?“ kommentiert. Schienen gebe es in Forst genug, und man  könne die Doppelweiche in der Alexanderstraße doch dann endlich entfernen und einer Nutzung zuführen, schrieb er weiter auf Facebook. Und dass somit bei den Rosengartenfesttagen eine Möglichkeit geschaffen wäre, die Touristen in die Stadt zu bekommen.

Doch zum Fahren der „Schwarzen Jule“ auf einem Gleisbett innerhalb der Stadt gebe es keine Planung und Entscheidung der Stadt, teilt der Verwaltungsvorstand für Service, Bildung und Personal, Sven Zuber, auf Nachfrage mit. Durch die Stadtverordnetenversammlung sei nur die Unterbringung der Lok im Brandenburgischen Textilmuseum beschlossen worden. Die gegenwärtigen Planungen seien so gestaltet, dass die „Schwarze Jule“ auch auf dem Gleis aus dem Gebäude herausfahren kann, so Sven Zuber. Dies könne durch zusätzliche Technik erfolgen oder aus eigener Kraft. Hierzu sei jedoch noch keine abschließende Entscheidung getroffen worden.

Ein Kesselprüfer hatte im Oktober 2016 festgestellt, dass ein Fahren der Lok aufgrund ihres guten Zustands theoretisch möglich sei. Sollte ein Fahren auf dem Gleisbett innerhalb der Stadt in Erwägung gezogen werden, ist laut Sven Zuber nach gegenwärtiger Betrachtung eine Verbindung zum Ostdeutschen Rosengarten nicht realistisch. „Eine Querung der Eisenbahnlinie steht mit ihrem finanziellen Aufwand in keinerlei Verhältnis zum möglichen Nutzen“, so der Verwaltungsvorstand.

Gegenwärtig ist die Lok im Feuerwehrgerätehaus Mitte in der Hochstraße untergebracht. Laut Stadtverordnetenbeschluss soll sie in einem Anbau am Textilmuseum untergebracht werden. Die Stadt hatte im November 2018 Bundesfördermittel für den Bau beantragt und hofft auf eine Bewilligung.

(slu)