ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:54 Uhr

Forst
Gemeinsam zum neuen Stadion

Für diesen Bereich will die Stadt Forst mit dem Kreis ein Nutzungskonzept erarbeiten.
Für diesen Bereich will die Stadt Forst mit dem Kreis ein Nutzungskonzept erarbeiten. FOTO: Schubert / LR
Forst. Stadt und Kreis entwickeln bis Ende 2018 Konzept für Sport- und Freizeitareal am Wasserturm. Von Katrin Kunipatz

Die Stadt Forst und der Landkreis Spree-Neiße wollen gemeinsam ein „Schul- und Sportzentrum am Wasserturm“ entwickeln. Dies jedenfalls ist Inhalt eines Dokuments, dass der stellvertretende Bürgermeister Jens Handreck (CDU) und Landrat Harald Altekrüger (CDU) am Freitag unterzeichneten.

Ziel sei es eine Entwicklungsstudie zu erarbeiten, die das Stadion, das Gelände des Gymnasiums und der Schwimmhalle sowie die Brachfläche neben der Schwimmhalle einschließt, erläutert Bauverwaltungsvorstand Heike Korittek. Gemäß der Vereinbarung werden Stadt und Landkreis gemeinsam ihre Pläne und Wünsche zusammentragen und die Liste einschließlich aller Unterlagen an drei Planungsbüros übergeben. Diese sollen ihre Ideen aufschreiben, wie das gesamte Gelände nachhaltig entwickelt werden kann. Voraussichtlich im September könnten die Konzepte bei einer Präsentation vorgestellt werden. Diese beinhaltet auch eine Kostenschätzung für die verschiedenen Einzelprojekte. Ziel ist eine Beschlussvorlage, die bis Ende das Jahres dem Kreistag und der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt werden kann, so Korittke.

Landrat Altekrüger stellt den Auftrag des Kreises heraus. „Als Träger des Gymnasiums sind wir für den Schulsport und die entsprechenden Sportanlagen verantwortlich“, sagt er. Im aktuellen Haushalt sind rund 361 000 Euro eingeplant, um am Gymnasium entsprechende Sportstätten zu schaffen. Nötig sind ein Kleinspielfeld, eine Rundlaufbahn und eine 100-Meter-Laufbahn sowie Anlagen für Kugelstoßen, Weit- und Hochsprung. „Wir wollen keine Insellösung auf dem Gelände des Gymnasiums, wenn sich ein Sportplatz bereits vor der Tür befindet“, betont Altekrüger. Zumal Flächen am Gymnasium für andere Projekte verloren gingen. Der Landrat verweist auf eine Arena ähnlich der am Pückler-Gymnasium in Cottbus. Deshalb sei die Vereinbarung „gewinnbringend für beide Seiten“.

Die Wünsche der Stadt Forst gehen über eine reine Sportanlage hinaus. „Es soll aber auch kein Stadion für den Leistungssport entstehen“, betont Heike Korittek. Das Entwicklungskonzept bezieht sich auf die Frage, wie in dem Gesamtareal Schulsportanlagen, Freizeitsport sowie Vereinssport im Stadion und der Mehrzweckhalle stattfinden können. Die Außenanlagen der Schwimmhalle, die im Zusammenhang mit der Sanierung des Gebäudes neu gestaltet werden, sollen ebenfalls in die Betrachtung einbezogen werden. Inwieweit das 2016 vorgelegte Konzept der „Freunde des Stadions am Wasserturm“ berücksichtigt wird, wurde nicht mitgeteilt.

Ein dauerhafter Festplatz könnte multifunktional von Landkreis und Stadt, beispielsweise für die Eröffnung der Folklorelawine, Open-Air-Veranstaltungen oder den Zirkus nutzbar sein, so Korittke. Möglicherweise ließe sich auch eine Skateranlage, auf die die Forster Jugend seit Jahren wartet, integrieren. Berücksichtigt würde bei der Betrachtung ebenfalls, dass sportliche Veranstaltungen wie die Volleympics gute Bedingungen vorfinden. Der bereits an der Mehrzweckhalle vorhandene Parkplatz würde auch für den Festplatz zur Verfügung stehen. „Die Planungsbüros sollen Möglichkeiten für das Gebiet erarbeiten, die klein, kompakt und zukunftsfähig sind“, sagt Heike Korittke.

Weiterhin betont sie, das diese Entwicklungsstudie keine fertige Planung ist. Erst wenn Stadtverordnete und Kreistagsabgeordnete die Maßnahmen per Beschluss fixiert haben, würde man beginnen, finanzielle Mittel zu akquirieren, erläutert Bauverwaltungsvorstand Korittke. Sicher ist bisher nur das Geld des Landkreises für die Schulsportanlage. Diese werde deshalb auch das erste Projekt sein, dass umgesetzt werden kann. Entsprechend der Verfügbarkeit weiterer Fördermittel würden weitere Teile der Maßnahme realisiert, so Korittke. Für Jens Handreck ist die Vereinbarung ein pragmatischer Ansatz, der zu einer realisierbaren und nachhaltigen Lösung führen werde.