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Forst
Spremberger soll 2017 komplett befahrbar sein

Die Bauarbeiten auf der Spremberger Straße in Forst gehen planmäßig voran. Der Kanalbau ist abgeschlossen.
Die Bauarbeiten auf der Spremberger Straße in Forst gehen planmäßig voran. Der Kanalbau ist abgeschlossen. FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Forst. Landesbetrieb hofft im Dezember Asphalt einzubauen. B 112 wäre danach für Autos befahrbar. Von Katrin Kunipatz

Seit heute ist der dritte Abschnitt der Spremberger Straße offiziell freigegeben. Vom Wasserturmkreisel bis zur Weinbergstraße können die Autos über die B 112 rollen. Für die Anwohner verkürzen sich so die Umwege etwas.

„Am vierten und letzten Bauabschnitt gehen die Arbeiten planmäßig voran“, erklärt Torsten Wiemer nach der Bauberatung am Mittwoch. Er ist beim Landesbetrieb Straßenwesen Dezernatsleiter Straßenbau. Der Kanalbau ist abgeschlossen. Schmutz- und Regenwasserleitungen liegen also bereits unter dem Schotterbett. Gleiches gilt für die Trinkwasser-, Strom- und Gasleitungen. „Im Moment werden die Borde und Rinnsteine gesetzt“, sagt Torsten Wiemer. Auf der Netto-Seite – also der Straßenseite, an der sich der gleichnamige Einkaufsmarkt befindet – ist bereits alles fertig. Gleiches will man auf der Lidl-Seite bis zum Monatsende schaffen. „Anfang Dezember würde der Asphalteinbau beginnen, für den zwei Wochen veranschlagt sind“, so der Dezernatsleiter. Er hofft, dass bis Weihnachten die Spremberger Straße komplett für Autos befahrbar ist und Fußgänger entlang einer Straßenseite zwischen den beiden Kreisverkehren auf dem fertigen Gehweg laufen können.

Die entscheidende Unbekannte im Plan ist das Wetter. „Der Schotter darf nicht gefroren sein, wenn der Asphalt gebaut wird“, erklärt Wiemer. Tragschicht, Binderschicht und schließlich die Verschleißdecke ergeben eine insgesamt etwa 20 Zentimeter dicke Asphaltfahrbahn. Je nach Außentemperatur muss das Asphalteinbaukonzept entsprechend angepasst werden. „Im vergangenen Jahr hatten wir Glück. Der Winter war mild“, sagt Torsten Wiemer rückblickend. So konnten bis auf die Deckschicht die Asphaltarbeiten am ersten und zweiten Bauabschnitt erledigt werden.

Die Ursachen für die Verzögerungen waren damals vielfältig. Wiemer verweist auf die große Zahl unterirdischer Leitungen im ersten und zweiten Bauabschnitt. Die Fülle alter und ganz alter Rohre und Kabel wurde erst klar, als die Baugrube zwischen den Häusern vollständig offen lag. Nicht alle Leitungen waren in Plänen dokumentiert und entsprechend länger dauerte es, bis alle erfasst waren und feststand, welche noch gebraucht werden.

Nächste Überraschung war eine alte Tankstelle im Bereich des ersten Bauabschnitts. Hier musste kontaminiertes Erdreich ausgetauscht werden. Weiterhin berichtet Bauleiter Mathias Hapke, dass auf der Baustelle Kabel, Geräte und Diesel gestohlen wurden. An solchen Tagen konnten die Arbeiten nicht wie geplant fortgesetzt werden. Die vielen Verzögerungen summieren sich und fallen bei einem knapp kalkulierten Plan enorm ins Gewicht.

Beim Weg über den bereits fertigen Teil der Spremberger Straße zeigt sich Torsten Wiemer erfreut über die enge Zusammenarbeit aller drei Auftraggeber – Landesbetrieb, Stadt Frost und Eigenbetrieb Abwasser. „Der Koordinierungsaufwand ist hoch“, sagt er. Wöchentlich fanden und finden die Baubesprechungen statt. Alle Fäden laufen bei den beiden Bauleitern der Asphalt Straßenbau Gesellschaft aus Kolkwitz zusammen. Mathias Hapke übernimmt diese Aufgabe von Klaus Pobig, der bald in den Ruhestand geht.

Und selbst wenn die Autos zum Jahreswechsel wieder über die Spremberger Straße rollen und die Umleitungen aufgehoben werden können, gehen die Bauarbeiten im Frühjahr weiter. Der Geh- und Radweg auf der Lidl-Seite zwischen Weinbergstraße und Rosenkreisel muss noch gebaut werden. Ebenfalls erst im Frühjahr können die Straßenbäume entlang des zweiten, dritten und vierten Bauabschnitts gepflanzt werden. Mit der dann folgenden Endabnahme ist das Projekt Spremberger Straße dann wirklich abgeschlossen.


Am Mittwoch nahmen Torsten Wiemer (rechts) vom Landesbetrieb Straßenwesen gemeinsam mit den Bauleiter Klaus Pobig (links) und Mathias Hapke (2. von links) den dritten und befahrbaren Abschnitt der Spremberger Straße in Augenschein.
Am Mittwoch nahmen Torsten Wiemer (rechts) vom Landesbetrieb Straßenwesen gemeinsam mit den Bauleiter Klaus Pobig (links) und Mathias Hapke (2. von links) den dritten und befahrbaren Abschnitt der Spremberger Straße in Augenschein. FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Bis zur Weinbergstraße ist die Spremberger Straße in Forst seit Donnerstag befahrbar. Nun wird nur noch am vierten und letzten Abschnitt gearbeitet.
Bis zur Weinbergstraße ist die Spremberger Straße in Forst seit Donnerstag befahrbar. Nun wird nur noch am vierten und letzten Abschnitt gearbeitet. FOTO: Katrin Kunipatz / LR