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| 16:09 Uhr

Straßenbau abgeschlossen
Spremberger Straße wieder offen

Die Spremberger Straße Richtung Innenstadt - hier der Blick vom Rosenkreisel aus - wird ab Freitagmittag wieder befahrbar sein.
Die Spremberger Straße Richtung Innenstadt - hier der Blick vom Rosenkreisel aus - wird ab Freitagmittag wieder befahrbar sein. FOTO: Steffi Ludwig / LR
Forst. „Haupteinflugschneise“ nach Forst ist ab Freitagmittag frei. Händler und Anlieger atmen auf. Von Steffi Ludwig

Nach mehr als eineinhalb Jahren Sperrung der Spremberger Straße, die als „Haupteinflugschneise“ in die Forster Innenstadt gilt, soll diese am Freitag wieder für den Verkehr geöffnet werden. Wie Torsten Wiemer, Dezernatsleiter Straßenbau beim Landesbetrieb Straßenwesen, gegenüber der RUNDSCHAU versichert, soll die Straße am Freitagmittag wieder vollständig vom Rosenkreisel aus befahrbar sein.

„Die Asphaltarbeiten haben wir glücklicherweise vor dem Schnee in Forst abschließen können“, so Torsten Wiemer. Denn das Wetter war die große Unbekannte, ob das vorgesehene Jahresende – also der Tag vor Weihnachten, denn zwischen den Jahren haben die Baufirmen Betriebsruhe – als Freigabetermin gehalten werden kann. Dies ist nun geschafft.

Das heißt Aufatmen für alle, die nach oder durch Forst wollen, für die Anlieger – und vor allem auch für die durch die Umleitung geplagten Anwohner der Skurumer, Triebeler Straße und Euloer Straße. Gerade Anwohner der Triebeler Straße hatten sich immer wieder beschwert, dass sich beispielsweise Lkw nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometer pro Stunde hielten und so häufig die Gläser im Schrank klirrten.

Aber auch die Gewerbetreibenden und anderen öffentlichen Einrichtungen entlang der Spremberger Straße atmen auf. „Wir sind heilfroh, dass wir das überstanden haben und sehr dankbar, dass die Straße wieder befahrbar ist“, sagt Wiebke Gürbig-Omann, Inhaberin der Fleischerei Gürbig. Die Straßensperrung habe einen enormen Einbruch des Umsatzes gebracht, den Wiebke Gürbig-Omann nicht beziffern will. „Glücklicherweise haben uns die Stammkunden die Treue gehalten.“ Aber die Laufkundschaft habe eben gefehlt.

Auch Bäckermeister Axel Langner freut sich, dass die Straße nun fertig ist. „Es war erforderlich, die Straße zu sanieren, sie ist auch schön geworden“, sagt er. Dennoch hätten die Bauarbeiten aus seiner Sicht schneller vonstatten gehen können. Auch sein Geschäft habe einen großen Einbruch erlitten und schloss in der Bauphase schon mittags. „Glücklicherweise konnten wir den Einbruch durch unsere zwei anderen Filialen in der Virchowstraße und der Görlitzer Straße auffangen“, so Langner. Seit ein paar Wochen hat auch sein Geschäft in der Spremberger Straße wieder bis abends offen.

Anika Sieb, Inhaberin des Geschäftes „Blumenfee“, hat vor allem im ersten Bauabschnitt gelitten, als die Straße direkt vor ihrer Tür gesperrt war. Danach habe sich die Erreichbarkeit teilweise gebessert. Wie viel sie in den reichlich eineinhalb Jahren dadurch eingebüßt hat, kann die junge Frau, die ihr Geschäft erst im dritten Jahr führt, deshalb nicht sagen. „Auf jeden Fall ist es ein schönes Weihnachtsgeschenk, wenn die Straße jetzt wirklich wieder offen ist.“ Denn schließlich hat die „Blumenfee“ noch bis Samstag 16 Uhr geöffnet.

Eine feierliche Freigabe der Spremberger Straße ist laut Torsten Wiemer erst im Frühjahr 2018 geplant. Denn der Geh- und Radweg auf der Seite des Lidl-Marktes müsse ab Januar noch gebaut werden. Diese Seite bleibe deshalb noch gesperrt. Die Seite des Netto-Marktes sei fertig und fußläufig erreichbar. Auch die Straßenbäume entlang des zweiten, dritten und vierten Bauabschnitts werden erst im Frühjahr gepflanzt.