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Spremberg wirbt um Hornow-Wadelsdorf

Die Stadt Spremberg wirbt weiter um die Gemeinde Hornow-Wadelsdorf. Ein Gespräch am Montag zwischen dem Spremberger Bürgermeister Klaus-Peter Schulze und einigen Vertretern der Gemeinde Hornow-Waldesdorfern schlug Dienstagabend in der dortigen Gemeindevertretung hohe Wellen.


Dem ehrenamtlichen Bürgermeister Lothar Hendrischk, der die Eingemeindung ablehnt und mehreren Bürgern, die sie befürworten, soll Schulze empfohlen haben, nach Spremberg zu kommen. Das Amt Döbern-Land werde künftig nicht mehr in der Lage sein, die Gemeinde gut zu betreuen, fasste Hendrischk die Spremberger Argumente zusammen. Nach Ansicht Schulzes sei es für die Hornow-Wadelsdorfer vorteilhafter, nach Spremberg zu kommen. Günter Quander, Hauptamtsleiter im Amt Döbern-Land, verwies darauf, dass Schulze zugegeben habe, nur die Filetstückchen aus dem Amt haben zu wollen, nicht aber hoch verschuldete Gemeinden wie Tschernitz. Den Erhalt der Grundschule Wadelsdorf habe Schulze aber nicht garantieren wollen. Das Thema soll noch einmal auf die Tagesordnung der Gemeindevertreter.
Bereits zum Jahreswechsel hatte Schulze erste Werbungsversuche unternommen. Im Gegensatz zu dem in anderthalb Jahren in Ruhestand gehenden Amtsdirektor Werner Guckenberger sieht Schulze durchaus eine Möglichkeit, an den kommunalen Grenzen zu rütteln. Schulze will seine Offerte nur als Angebot verstanden wissen. Würde eine Bürgerbefragung ergeben, dass die Hornow-Wadelsdorfer nach Spremberg möchten, könne man beim Innenministerium nachfragen, ob eine Eingemeindung möglich wäre, erklärte der Spremberger Bürgermeister. Das Amt Döbern-Land bliebe auch ohne die 700 Einwohner lebensfähig, so Schulze.
Guckenbergers Versuch, die amtsangehörigen Gemeinden für eine freiwillige Fusion gewinnen zu können, um mit seinem Ruhestand eine Großgemeinde zu hinterlassen, für die ein neuer Verwaltungschef hätte gewählt werden können, war im Ansatz gescheitert (die RUNDSCHAU berichtete). (ani/js)