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| 18:23 Uhr

Neue Förderrichtlinien Ende Mai geplant
Spree-Neiße-Kreis führt noch Gespräche zur Kindertagespflege

 Eltern haben noch Veränderungswünsche zur Tagespflege.
Eltern haben noch Veränderungswünsche zur Tagespflege. FOTO: dpa / Rolf Vennenbernd
Spree-Neiße. Eine neue Richtlinie soll bis Mai beschlossen werden. Im Dezember war eine Entscheidung vertagt worden. Von Katrin Kunipatz

Noch vor der Kreistagswahl Ende Mai soll die neue Richtlinie zur Förderung der Kindertagespflege verabschiedet werden. Dieses Ziel formulierte Bildungsdezernent Hermann Kosterwa in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Vorausgegangen war die Anfrage der Spremberger Abgeordneten Anita Schreiber (Linke). Sie wollte wissen, wie weit die Kreisverwaltung bei den Gesprächen mit den Tageseltern und den Kommunen gekommen sei.

Im Dezember hatte der Ausschuss den Beschluss der Richtlinie zur Förderung der Tageseltern vertagt. Diese sollte eigentlich zum 1. Januar 2019 in Kraft treten. Nun gilt die 2010 verabschiedete Variante weiter. Vor allem bei drei Punkten wünschen die Tageseltern Veränderungen: der Dauer der kostenfreien Eingewöhnungszeit, der Höhe der Sachkostenzuschüsse und der Anzahl freier Tage für Urlaub und Weiterbildung.

Silke Ulrich, Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie erklärte, dass für diese Woche Gespräche mit den Kommunen geplant seien. Dies sei unbedingt nötig, weil letztlich die Städte und Gemeinden die Sachkosten tragen. Auch die Tageseltern warten auf ein Gespräch mit der Kreisverwaltung. Die Forster und Spremberger Tageseltern haben jeweils einen Vertreter bestimmt. Die einzige Gubener Tagesmutter erklärte gegenüber Frank Henschel, Tagesvater und Sprecher der Spremberger Tageseltern, sich anzuschließen.

Fachbereichsleiterin Ullrich möchte zuerst alle Seiten getrennt voneinander anhören und danach einen Kompromissvorschlag vorlegen. Ob dies schon zum nächsten Jugendhilfeausschuss im März der Fall sein werde, sei nicht gewiss. In jedem Fall werde es einen Zwischenbericht gegeben. Spätestens im Mai soll die neue Richtlinie abgestimmt werden.