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| 10:49 Uhr

Kreistag beschließt Programm zur Stärkung der Prävention
Spree-Neiße fordert Hilfe im Kampf gegen Crystal Meth

Gilt als eine der gefährlichsten synthetischen Drogen: Crystal Meth.
Gilt als eine der gefährlichsten synthetischen Drogen: Crystal Meth. FOTO: David Ebener
Forst. Die Ausbreitung von Crystal Meth und die daraus folgende Beschaffungskriminalität bereiten den Mitgliedern des Kreistages Spree-Neiße sorgen. Sie wollen nun mehr für die Prävention tun, fordern zugleich aber auch Hilfe aus Potsdam. Von Bodo Baumert

Ein „abgestimmtes Handeln gegen Drogenkonsum und Beschaffungskriminalität“ hat der Kreistag Spree-Neiße in seiner jüngsten Sitzung in Forst in den Fokus genommen. Im Beschluss finden sich Forderungen an die Landesregierung, die beim Kampf gegen die Ausbreitung von Crystal Meth zusätzliches Engagement einbringen soll. Dazu gehören aus Sicht der Kreistagsmitglieder mehr Personal für die Suchtberatungsstellen, die Polizeiprävention und die Polizei-Inspektion sowie ein einheitliches Präventionskonzept für alle Schulen. Die Kreispolitiker wollen aber auch selbst etwas tun. So soll im Kreishaushalt zusätzliches Geld für die Ko-Finanzierung von Stellen in der Suchtberatung und für regionale Präventionsprojekte vorgehalten werden. Im Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreises sollen zwei weitere Sozialarbeiterstellen geschaffen werden, wie in einem Zusatzantrag beschlossen wurde.

Die Modedroge Crystal Meth breitet sich seit Jahren vor allem im Süden Brandenburgs aus. Grund ist die Nähe zu Tschechien, wo die künstliche Droge fast ausschließlich produziert wird. Über Sachsen hat sich Crystal schrittweise nach Norden ausgebreitet. Der Raum rund um Senftenberg ist besonders betroffen.

Aber auch im Spree-Neiße-Kreis breitet sich die schnell süchtig machende Droge aus, was sich unter anderem an der hohen Zahl der Fahrraddiebstähle festmachen lässt. Die Polizei führt diese auf die Beschaffungskriminalität der Süchtigen zurück.