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| 17:49 Uhr

Afrikanische Schweinepest
Spree-Neiße bei Tierseuchenübung dabei

Spree-Neiße. Landkreis bereitet sich für einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest vor.

Noch ist auf dem Gebiet des Landkreises Spree-Neiße kein Fall der Afrikanischen Schweinepest aufgetreten. „Dennoch ist Wachsamkeit vor allem an den Transitstrecken  aus Polen und Tschechien gefordert“, sagt der zuständige Dezernent und Beigeordnete Olaf Lalk. Schließlich seien in den beiden Nachbarländern bereits erste Fälle der Tierseuche registriert worden. „Kleinste infizierte Mengen von falsch entsorgten rohem Fleisch oder von Rohwurst, die an den Raststätten vom Schwarzwild aufgenommen werden, können zum Ausbruch der Seuche führen“, so Lalk weiter.

Das Veterinäramt stehe mit der Unteren Jagdbehörde sowie mit den Landwirtschaftsbetrieben im ständigen Kontakt. „Natürlich bereiten wir uns auf die zunehmende Gefahr der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest intensiv vor“, informiert Amtstierarzt Dr. Helfried Kröber. So habe der Landkreis im November aktiv an einer bundesweiten Tierseuchenübung teilgenommen, die Tierseuchenalarmpläne würden ständig aktualisiert und komplettiert, zudem würden Probennahmen bei erlegtem Wild, aber auch verstärkt bei Fall- und Unfallwild organisiert. „Für den Mai ist eine weitere länderübergreifende Übung in Brandenburg und Berlin für das Zusammenwirken der Einsatzkräfte in Ernstfall geplant“, kündigt Dr. Kröber an. Für den nächsten Kreistag am 25. April hat das Veterinäramt eine Beschlussvorlage vorbereitet, die die Gebühr für die Trichinenuntersuchung für Schwarzwild der Altersklasse 0, Frischlinge beiderlei Geschlecht, ab 26. April bis Ende März 2019 mit der Option der Verlängerung bis Ende März 2020 aussetzt.

Die Afrikanische Schweinepest tritt seit 2014 im Baltikum und in Polen auf. Seit Ende Juni 2017 wurde sie auch bei mindestens 227 verendeten Wildschweinen im Südosten Tschechiens festgestellt. Es gibt keine Impfstoffe oder Medikamente.

(red/pos)