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| 16:38 Uhr

Kita-Sanierung
Spielplatz wartet auf Erneuerung

Seit zwei Jahren klettert hier kein Kind. Superintendentin Ulrike Menzel (l.)  und Leiterin Angela Wisniewski zeigen auf eine der morschen Stellen im Holz.
Seit zwei Jahren klettert hier kein Kind. Superintendentin Ulrike Menzel (l.) und Leiterin Angela Wisniewski zeigen auf eine der morschen Stellen im Holz. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Kita „Talitha kumi“ braucht Ersatz für Klettergerüst und Lärmschutz. Lösung deutet sich an. Von Katrin Kunipatz

Die Stadt verzögere seit Jahren den Neubau eines Spielplatzes an der Kita „Talitha kumi“, bemängelt ein Leser aus Forst. Sein Enkelkind besuche bald diesen Kindergarten. Und nach seinem Empfinden würden andere Kindergärten in der Stadt bevorzugt. RUNDSCHAU nahm sich des Vorwurfs an und sprach mit Angela Wisniewski, Leiterin der Evangelischen Integrationskita „Talitha kumi“, und Ulrike Menzel. Sie ist Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Cottbus, der Träger des Kindergartens ist.  

Das Außengelände der Integrationskita ähnelt dem anderer Kindergärten. Leiterin Angela Wisniewski zeigt auf Sandkästen, Klettergerüste, einen kleinen Hügel und den befestigten Weg, auf dem die Kinder mit Rollern, Rutschautos und anderen Fahrzeugen unterwegs sind. Große alte Bäume spenden an sonnigen Tagen viel Schatten. „Es ist unser beliebtester Spielplatz“, sagt die Leiterin.

Dem Gelände sieht man die tägliche Nutzung an. Statt einer grünen Grasfläche gibt es ziemlich viel blanken Boden. Bei Trockenheit sei es staubig und bei Regen schlammig, so Angela Wisniewski.

Die Kinder stören sich daran kaum, sie genießen die große Fläche, die ihnen wieder zur Verfügung steht. Ende Dezember waren 60 Kinder der Kita Waldhaus in ihren sanierten Kindergarten zurückgekehrt. Zuvor hatten sich beide Kindergärten eineinhalb Jahre lang das Außengelände an der Tagorestraße teilen müssen. Platz sei zwar genug, so die Leiterin, aber es gibt einige Bereiche, die problematisch sind.

Auf dem Hof fällt ein großes Spielgerät mit Rutsche, Kletternetz und Leitern auf. Es ist abgesperrt. Nach Jahren hat Feuchtigkeit im Boden den Holzpfosten zugesetzt. Auch an anderen Stellen ist das Holz morsch. „Die Standfestigkeit ist nicht mehr gewährleistet“, erklärt Angela Wisniewski. Seit dem Sommer 2016 dürfen die Kinder nicht mehr darauf spielen. Eine andere Gefahrenstelle ist der Zaun, der das Kita-Gelände zum Mühlgraben hin begrenzt. Ein schräger Betonpfeiler mache es den Kindern leicht, über den Zaun zu kommen, um mal schnell einen Ball zurückzuholen, so die Leiterin.

Ein weiterer Wunsch betrifft den Lärmschutz im Flur der Kita. Ein Teil ist zum Sportbereich umfunktioniert worden. Aber durch die glatten Wände schallt es enorm, selbst wenn sich drei Erwachsene unterhalten. Spielen hier Kindern, versteht man sein eigenes Wort nicht mehr. Zum Schluss zeigt die Kita-Leiterin die Ausgabeküche. Auch hier gebe es Renovierungsbedarf.

Wie Superintendentin Menzel und Kita-Leiterin Wisniewski versichern, sei die Thematik in der Stadt bekannt. Beiden Frauen ist klar, dass sich Forst noch um andere Kitas kümmern muss. Doch das jüngste Gespräch mit Verwaltungsvorstand Sven Zuber und Fachbereichsleiter Bildung und Soziales Andreas Kaiser mache ihnen Hoffnung. „Es war toll. Die Stadt hat ehrlich und selbstkritisch die Situation aufgenommen“, so Ulrike Menzel. Eine Firma habe bereits mit der Kita-Leiterin Kontakt aufgenommen, um einen neuen und vor allem höheren Zaun entlang des Mühlgrabens aufzustellen. Für das neue Spielgerät sollen Fördermittel besorgt werden, hier will die Kita selbst eine Spendenaktion starten. Zu Küche und Lärmschutz soll es weitere Gespräche geben.

Über konkrete Pläne konnte die Stadtverwaltung Forst am Dienstag keine Auskunft geben. Es werde nachgereicht, versprach Stadtsprecherin Susanne Joel.