Die „Elterninitiative Kolkwitz für die Gesamtschule“ reagiert mit Unverständnis auf die Aussage des Landkreises, dass die neue Schule in Kolkwitz erst zum Schuljahr 2023/24 statt wie geplant 2022/23 eröffnet werden kann, weil bei Bau Verzögerungen eingetreten sind.
Diese Information hätte die Elternschaft völlig überraschend getroffen. In einer entsprechenden öffentlichen Erklärung fragt die Initiative: „Wie kann es sein, dass der bisher, von der Kreisverwaltung selbst als ,sportlich und ehrgeizig’, also bekannt knappe Zeitrahmen bis 2022/23 bei dem Architektenwettbewerb keine Beachtung gefunden hat? ... Wäre unter dieser Zeitvorgabe ein anderer Entwurf realisierbar gewesen?“ Auch irritiert, das die Verzögerungen laut Aussage von Baudezernent Olaf Lalk nichts mit Corona zu tun hat.

Schulbeginn 2022/23 an einem andern Ort möglich?

Zugleich wird das Thema angeschnitten, ob der Schulbeginn vielleicht doch 2022/23 an einem andern Ort stattfinden kann, wenn der notwendige Lehrkörper bereitsteht. Gerd Bzdak, Sprecher der Initiative, sagt: „Uns ist jedenfalls nicht bekannt, dass die Personalplanungen zurückgestellt sind.“ Zudem hätten die jetzigen vierten Klassen auf die neue Schule gehofft.
Die Elterninitiative betont auch, dass sie weiter das Projekt „Gesamtschule Kolkwitz“ unterstützen wird und dabei ist, einen Förderverein zu gründen. Noch im Juni soll der Entwurf einer Satzung für den „Förderverein der Gesamtschule des Spree-Neiße-Kreises e.V.“ vorliegen. Damit wäre ein Vereinsgründung noch in diesem Jahr realisierbar.