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| 17:33 Uhr

Forst
ZAK-Verein sucht nach barrierefreiem Objekt

Eine lange Tafel war zum Sommerfest gedeckt. Hier hatte auch Doris Dreßler (l.), die die Frauen seit Jahren unterstützt, Platz genommen.
Eine lange Tafel war zum Sommerfest gedeckt. Hier hatte auch Doris Dreßler (l.), die die Frauen seit Jahren unterstützt, Platz genommen. FOTO: Margit Jahn
Forst. Mitglieder haben ihr traditionelles Sommerfest gefeiert und ihren Vorstand um Vorsitzende Sigrid Hennig wiedergewählt.

Leckerer Grillduft zog um die Häuser der Metzerstraße: Der ZAK-Verein hatte am Mittwoch zum Grillfest eingeladen. Eine lange Tafel mit 40 fröhlichen Frauen und einem „Quoten-Mann“ war auf dem Innenhof, dicht am im Juli neu gestalteten Vereinshaus, aufgebaut. Die beiden Grillmeister, Männer der anwesenden Frauen, gaben ihr Bestes.

Seit 24 Jahren gibt es den ZAK-Verein inzwischen in Forst, heute zählt er 30 Mitglieder. Einst vor allem aus der Notwendigkeit zu helfen gegründet, hat er sich als einer von wenigen Frauenvereinen in der Region bis heute erhalten. Und genau darauf sind die Frauen stolz, die von Anfang dabei sind, wie Sigrid Hennig, Christel Bossog, Marlies Moye und Barbara Smykalla. Der Name ZAK stammte damals vom Projektleiter Christian Otto und bedeutet Zukunft, Aktivität, Kreativität. Als nach der Wende die Textilindustrie, in der vorrangig Frauen arbeiteten, in Forst zusammenbrach, wollte man sich besonders dieser Frauen annehmen. Auch der damalige Landrat Jürgen Meißner engagierte sich sehr für die Frauen, die plötzlich ohne Arbeit, Motivation und Wertschätzung dastanden.

Viele Projekte sind in den Jahren angeschoben worden, erinnert Doris Dreßler, die von Beginn an an ihrer Seite stand – nicht nur als Regionalpolitikerin der Linken, sondern vor allem als Mensch. Dies wissen die Frauen auch sehr zu schätzen. Carola Sachadä und Christine Wichmann sind voll des Lobes und des Dankes für diese unermüdliche Kämpferin. Für die Schwachen setze sie sich ein, für diejenigen, die Hilfe im Leben brauchen oder manchmal einfach nur ein paar nette Worte auf dem Weg bekommen wollen.

Doris Dreßler freut sich, dass der alte auch der neue Vereinsvorstand ist. Die Wahl wurde vor dem Grillfest vollzogen. Somit wird Sigrid Hennig dem Verein auch für die nächsten Jahre vorstehen. „Wir sind stolz, dass wir noch da sind“, so die wiedergewählte Vorsitzende.

Doris Dreßler habe auch wie die anderen Frauen Respekt vor der Arbeit des Vorstandes. „Das größte Geschenk ist das Wörtchen danke“ so Dreßler. Einen Herzenswunsch hat der Verein noch: Er sucht ein barrierefreies Haus, damit alle Menschen an dieser Gemeinschaft teilnehmen können. Demnächst gibt es ein Treffen mit Bürgermeisterin Simone Taubenek. Vielleicht hat sie eine geeignete Idee?