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"Sind die Bilder also alle frei erfunden?"

Leserbrief. Zum Artikel "Imker kämpft weiter gegen Glyphosat und für die Artenvielfalt" vom 28. September schreibt Hans-Joachim Emmrich aus Buchwäldchen.

"Glyphosat, als Unkrautvernichter, darf bis Ende 2017 weiter verwendet werden, obwohl es im Verdacht steht, krebserregend zu sein." Und weiter heißt es im oben genannten Artikel: "Glyphosat und die Neonikotinoide, eine Gruppe synthetisch hergestellter und besonders wirksamer Insektizide seien aber nur eines der Probleme der Imker".

Nur der Imker?

"Glyphosat wirkt wie eine Droge auf das Bienengehirn", heißt es zum Abschluss des Artikels.

Kann es nicht sein, dass sich diese in der Landwirtschaft großflächig eingesetzten Gifte auch auf die menschliche Gesundheit auswirken? In unterschiedlichen Erscheinungsformen?

Bei den Bienen ist das so, dass sie nach dem Einsammeln von Netktar aus behandelten Blütenständen nicht mehr "wissen", wie sie "nach Hause" kommen. Sie haben ihre Orientierung verloren. Verenden.

Unverträglichkeit diverser Lebensmittel, Allergien auf alle möglichen Substanzen, Krebs, Multible Sklerose, Demenz - ist das die Zukunft unserer Wohlstandsgesellschaft? . . .

Vor Augen sind mir immer wieder die Bilder missgebildeter Ferkel eines dänischen Schweinebestandes, vorgestellt von Professor Monika Krüger 2013 in Reuden im Landkreis Oberspreewald-Lausitz..

Muttersauen hatten in den ersten 40 Tagen der Trächtigkeit Futter mit einer Glyphosatkonzentration von einem Milligramm pro Kilo bekommen. Das Ergebnis: Lebend geborene Ferkel mit verkürzten Beinen / Loch im Schädeldach . . .

Die Ursache: Glyphosat bewirkt im Darmtrakt die Blockade bestimmter Enzyme.

Das deutsche Bundesamt für Risikobewertung (BfR) stuft Glyphosat aktuell als "nicht krebserregend" ein.

Sind also die Bilder von total entstellten neugeborenen Ferkeln frei erfunden? Das Bienensterben ebenfalls?

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