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| 09:31 Uhr

Siegeszug von Trabi und Wartburg

Ganz so gedrängt erscheinen sie nicht auf den Spree-Neiße-Straßen, aber dennoch sind mehr Trabis im Landkreis unterwegs.
Ganz so gedrängt erscheinen sie nicht auf den Spree-Neiße-Straßen, aber dennoch sind mehr Trabis im Landkreis unterwegs. FOTO: dpa
Forst. Im Landkreis Spree-Neiße werden immer mehr Autos der DDR-Marken Trabant und Wartburg angemeldet. Das geht aus der Fahrzeugstatistik von 2016 hervor. Fuhren im Jahr 2015 noch 379 Trabi durch den Landkreis, waren es 2016 bereits 465 „Rennpappen“. Von Steffi Ludwig

Beim Wartburg hat sich die Zahl sogar mehr als verdoppelt: Waren es 2015 noch 54 , sind es 2016 bereits 124 Wartburg gewesen. "Es gibt offenbar immer mehr Liebhaber dieser Fahrzeuge, die sie im Internet ersteigern oder nach Jahren wieder aufbauen", mutmaßt Gerald Steffen, Sachgebietsleiter Führerscheinangelegenheiten und Kfz-Zulassung im Landkreis. Auch die Zahl der fahrbereiten und zugelassenen Oldtimer ist im Kreisgebiet leicht von 444 auf 482 gestiegen.

Aber es kreuzen auch mehr Luxuskarossen die Straßen des Landkreises: Die Zahl der Porsche habe sich von 60 im Jahr 2011 über 79 im Jahr 2015 auf inzwischen 115 erhöht. Die Ferrari haben sich im Vergleich zu 2015 von zwei auf vier verdoppelt und somit wieder das Niveau von 2011 erreicht. Zudem führte Gerald Steffen im Vorjahr 77 Jaguar in seiner Statistik, hat aber keinen Vergleichswert.

Generell gibt es im Landkreis Spree-Neiße im Vergleich zum Vorjahr rund 1000 mehr zugelassene Fahrzeuge. Waren es 2015 noch 124 219 Fahrzeuge, kann Gerald Steffen 2016 bereits 125 267 Fahrzeuge verzeichnen. "Die Entwicklung war bereits in den vergangenen Jahren so: Die Einwohnerzahl sinkt, aber die Autozahl nimmt zu", schmunzelt der Sachgebietsleiter. Inzwischen habe ja fast jeder ein Auto, um beweglich zu sein. Die Jugendlichen begännen zeitig, selber zu fahren.

Die Hitliste der beliebtesten Autos auf den Spree-Neiße-Straßen führe noch immer der Volkswagen an. Sein Bestand hat sich im Vergleich zu 2015 gar um mehr als 3000 Fahrzeuge auf genau 16 635 Autos erhöht, so Gerald Steffen. An zweiter Stelle folge Ford (8101 Fahrzeuge), dann Opel (6995), Mercedes (5956), Skoda (4905), Audi (4735) und Nissan (3907). Zugenommen habe jedoch nicht nur die Zahl der zugelassenen PKW, sondern auch die Zahl der Anhänger, der LKW, der Kräder und der Busse.

Interessant sei auch, so Gerald Steffen, dass die Zahl der zugelassenen Neuwagen gestiegen sei: Waren es 2015 noch 3480, konnte er im Jahr 2016 insgesamt 3558 verbuchen. Die Zahl der von anderen Landkreisen oder Bundesländern umgeschriebenen Gebrauchtwagen sei von 8075 auf 8142 gestiegen. Die Neuanmeldungen von gebrauchten Fahrzeugen sind allerdings nur leicht von 527 auf 535 gestiegen. Die Umschreibungen von unterschiedlichen Haltern im gleichen Bezirk sind dafür von 1571 auf 1491 gesunken. Auch die Zahl der Autos, die stillgelegt waren und nun wieder angemeldet wurden, ist von 606 auf 578 gesunken.

Die Zahl der stillgelegten Fahrzeuge ist jedoch deutlich gefallen. Waren es 2015 noch 15 800 Fahrzeuge, sind es 2016 nur 11 170 gewesen. "Das ist in den Jahren immer mal unterschiedlich", so der Sachgebietsleiter Führerscheinangelegenheiten und KFZ-Zulassung. Außer Betrieb gesetzt würden die Fahrzeuge, weil sie entweder alt und schrottreif sind oder weil der Eigentümer sich ein neues Auto gekauft habe.

Fahrzeuge im Landkreis Spree-Neiße

Im Landkreis Spree-Neiße fuhren 2016 insgesamt 76 876 PKW (2015: 76 342). Angemeldet waren 18 845 Anhänger (2015: 18 458), 7709 LKW (2015: 7607), 6412 Kräder (2015: 6148) und 106 Busse (2015: 105).