ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:40 Uhr

So engagiert sich die Forster Jugend
Sie sprechen für die jungen Forster

Niels Abendrot, Isabel Wiener und Martyna Mach (v.l.n.r.) sind drei der verbliebenen vier Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirats. Bei der Vollversammlung werden sie über ihre Arbeit berichten.
Niels Abendrot, Isabel Wiener und Martyna Mach (v.l.n.r.) sind drei der verbliebenen vier Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirats. Bei der Vollversammlung werden sie über ihre Arbeit berichten. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Vor der Neuwahl blickt der Kinder- und Jugendbeirat auf zwei arbeitsintensive Jahre zurück. Von Katrin Kunipatz

Wofür seid ihr eigentlich gut? Eine Frage, die den Mitgliedern des Kinder- und Jugendbeirats (KiJuBe) in den vergangenen beiden Jahren häufig gestellt wurde. Mit Stolz berichten Isabel Wiener, Martyna Mach und Niels Abendrot vom Graffiti-Workshop im Oktober, der Diskussion um die Weiterentwicklung des Eastside und der neuen Geschäftsordnung des KiJuBe. Aus Letzterer zitiert Martyna Mach: „Wir wollen das Mitbestimmungsrecht, das uns zusteht, nutzen.“

Ins Leben gerufen wurde der Beirat, in dem nur Forster im Alter zwischen zehn und 21 Jahren Mitglied sein dürfen, bei der ersten Kinder- und Jugendvollversammlung vor genau zwei Jahren. Den Anstoß  gab der damalige Bürgermeister Philipp Wesemann (SPD). Doch er erkrankte kurze Zeit später. Der Start sei deshalb nicht einfach gewesen, beschreibt der 17-jährige Azubi Niels. „Wir haben allein kämpfen müssen, bis Herr Zuber auf uns zukam.“

Von den damals gewählten 27 Mitgliedern arbeiten nur noch vier aktiv im Beirat mit. „Im Lauf der Zeit hat sich ein fester Kern herauskristallisiert, der wirklich bei den Sitzungen dabei ist und mitarbeitet“, erklärt die Elftklässlerin Martyna. Einige seien abgesprungen, nachdem sie die Schule beendet hatten und für die Ausbildung Forst verließen, andere kamen einfach nicht mehr zu den Sitzungen. Grundsätzlich sei es nicht schlimm, weil sich in einer kleineren Gruppe Termine leichter abstimmen lassen, ergänzt Isabel. „Und wenn man die Aufgaben verteilt, kriegt man alles gut hin“, sagt die Schülerin der 10. Klasse. Anfangs fanden die Treffen einmal im Monat statt. Jetzt kommt der KiJuBe etwa alle zwei Wochen zusammen. Innerhalb des ersten halben Jahres wurde die Geschäftsordnung erstellt. „Eine trockene Zeit, in der viele abgesprungen sind“, erinnert sich Niels. „Aber damit ist uns innerhalb von zwei Jahren gelungen, wofür der Seniorenbeirat zehn Jahre gebraucht hat“, ergänzt Isabel.

Interessant wurde es, als sich der KiJuBe mit konkreten Projekten beschäftigen konnte. „Wir wurden im Januar einbezogen, als es um die Entwicklung des Eastside ging“, sagt Isabel. Bei Umfragen an den Forster Schulen sammelte der Kinder- und Jugendbeirat die Ideen der jungen Forster. Diese konnten die Mitglieder bei den Beratungen einbringen und erleben, dass die Wünsche der Kinder und Jugendlichen berücksichtigt wurden. Außerdem redete der KiJuBe bei der Gestaltung mit und war bei der Besichtigung des Objektes dabei.

Ohne die Unterstützung durch die Stadt – hier nennen Niels, Martyna und Isabel vor allem Verwaltungsvorstand Sven Zuber, der ihnen bei der Projektplanung half – wäre vieles nicht denkbar gewesen. Auch deshalb konnte der Graffiti-Workshop im Oktober stattfinden. Ihn soll es im nächsten Jahr wieder geben.

Jährlich stehen dem KiJuBe 1000 Euro zur Verfügung. Wofür sie eingesetzt werden, entscheiden die Mitglieder, die am Donnerstag gewählt werden. Auch Niels, Isabel und Martyna wollen sich zur Wahl stellen, um ihre Erfahrung weiterzugeben und den Generationswechsel vorzubereiten.