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| 17:53 Uhr

Forst
Neues lernen über die Verkehrsregeln in Forst

Joachim Erdmann (l.) von der Verkehrswacht spricht vor dem Forster Seniorenbeirat. Zu Gast waren auch Hermann Kostrewa und Helge Bayer.
Joachim Erdmann (l.) von der Verkehrswacht spricht vor dem Forster Seniorenbeirat. Zu Gast waren auch Hermann Kostrewa und Helge Bayer. FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Forst. Vorsitzender der Verkehrswacht spricht beim Seniorenbeirat über Vorfahrtregeln und Vorschriften im Kreisverkehr. Von Katrin Kunipatz

Seit Jahrzehnten sind die Mitglieder des Seniorenbeirats täglich mit Rad oder Auto in Forst unterwegs. Trotzdem haben sie sich Joachim Erdmann, den Vorsitzenden der Verkehrswacht, eingeladen. Tatsächlich gibt es einige Dinge, die den erfahrenen Verkehrsteilnehmern nicht geläufig sind.

Die Ampelkreuzung an der Berliner Straße, Ecke Am Haag wartet mit einer Besonderheit für Radfahrer auf. „Sie müssen in Fahrtrichtung Bahnübergang an der roten Ampel anhalten“, erläutert Erdmann. „Wer es nicht tut, muss mit Geldstrafen und Punkten rechnen.“ Vorfahrt haben nämlich Radfahrer, die aus der Straße Am Haag kommen und nach links abbiegen. Selbst Helmut Ließ, Vorsitzender des Seniorenbeirats, gibt zu, an dieser Stelle schon ohne schlechtes Gewissen weitergefahren zu sein. Andere Teilnehmer bekennen sich, die Tempo-30-Schilder an der Nordstadtschule erst nach der schriftlichen Ermahnung wegen zu schnellen Fahrens gesehen zu haben. Diese „Betriebsblindheit“ ist es, die gerade im Alltag zu gefährlichen Situationen führen könne.

Joachim Erdmann schwört die Senioren ein, immer konzentriert und aufmerksam zu fahren. „Sie müssen sich bewusst machen, dass sie im Auto mit einer Geschwindigkeit unterwegs sind, die andere in Gefahr bringen kann“, sagt er. Erdmann verweist auf die Statistik. Demnach gibt es in Forst viele Vorfahrtunfälle. Beispiele hat er in Form von Fotos bekannter Kreuzungen mitgebracht. Nicht immer sind die Erklärungen der Senioren richtig.

Aufgefrischt werden auch die Regelungen zum Kreisverkehr. „Seit sieben Jahren gibt es den Kreisel am Wassertrum“, so Erdmann. „Er hat sich bewährt.“ Aber seine Fotografien belegen, nicht allen sind die Regeln geläufig. Joachim Erdmann weist daraufhin, dass es verboten ist, die Mittelinsel zu überfahren. Auch darf man beim Warten im Kreisel nicht die Zufahrten oder Radwege blockieren. Diese Regelung sei besonders wichtig, um Rettungswege freizuhalten, so Erdmann. Er beantwortet auch Fragen zu Elektrofahrrädern und verweist auf einen Kurs der Verkehrswacht, bei dem Teilnehmer ein Pedelec ausprobieren können.