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Selbsthilfegruppe unterstützt Frauen im Kampf gegen Krebs

Heidemarie Holzheimer
Heidemarie Holzheimer FOTO: ue
Cottbus. Menschen mit einer Krebserkrankung brauchen häufig mehr als nur die richtige medizinische Behandlung. Aufgefangen, informiert und begleitet werden sie zum Beispiel in Gruppen der Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH), die eine der größten und ältesten Krebs-Selbsthilfeorganisation in Deutschland ist. red/dst

Auch in Cottbus gibt es eine FSH-Gruppe. Deren Leitungsteam reist jetzt zum FSH-Bundeskongress nach Magdeburg. Dieser findet vom 25. bis 27. August statt.

Der jährlich stattfindende Kongress bietet den mehr als 500 teilnehmenden FSH-Mitgliedern die Gelegenheit, Vorträge von Experten aus Praxis und Forschung zu hören und Erfahrungen auszutauschen. In diesem Jahr stellt sich zudem Esther Schouten als neue FSH-Botschafterin vor. "Die Geschichte von Esther macht Mut", freut sich Dr. Sylvia Brathuhn, FSH-Bundesvorsitzende, über das Engagement der viermaligen Boxweltmeisterin. Die 39-jährige Niederländerin war vor einigen Jahren an Krebs erkrankt und hat nach dem Durchlaufen und Durchleiden der notwendigen Therapien noch weitere Titel im Boxen gewonnen.

Der Bundeskongress ist auch wegen solcher Aktionen für viele FSH-Mitglieder ein besonderes Ereignis. "Neben den Informationen zu medizinischen Themen und den Anregungen für die Gruppenarbeit vor Ort ist es das Gefühl, Teil einer großen und starken Gemeinschaft zu sein, das uns jedes Mal wieder begeistert", erklärt Heidemarie Holzheimer, Leiterin der Gruppe Cottbus-Sandow.

Die Gruppe-Sandow besteht bereits seit mehr als 20 Jahren. Dort werden Betroffene aufgefangen nach dem Schock der Diagnose, sie werden informiert über Hilfen zur Krankheitsbewältigung und begleitet in ein Leben mit oder nach Krebs. Menschen mit einer Krebserkrankung, die die FSH kennenlernen möchten, können jederzeit zu einem Treffen der Gruppe kommen. Die Teilnahme ist kostenfrei und unverbindlich.

Die Gruppe Cottbus-Sandow trifft sich immer am dritten Mittwoch des Monats um 16 Uhr in der Bahnhofstraße 63 in Cottbus (Flamingo-Apotheke). Im Spree-Neiße-kreis gibt es dre Selbsthilfegruppen Frauen nach Krebs (Kontakt: Telefon 03561 6281115).

Zum Thema:
Krebs ist in Deutschland die zweithäufigste Todesursache. Rund 500 000 Menschen erkranken jährlich neu an einem Tumor, über 220 000 sterben daran.