Nur der Fahrer und Beifahrer des Busses konnten Samstag ukrainische Reisepässe mit gültigen Visa bei einer Kontrolle an der Autobahnabfahrt Bademeusel vorlegen, so die Bundespolizeiinspektion Forst in einer gestrigen Mitteilung. Die Bundespolizei sah bei Fahrer und Beifahrer den Verdacht der Schleusung sowie den Verdacht der unerlaubten Einreise und Aufenthalt für die restlichen Fahrgäste gegeben.
Bei den Ermittlungen habe sich herausgestellt, dass in Szczecin tatsächlich ein russisches Schiff auf 16 Seeleute warte. Die Busbesatzung gab an, aufgrund des "Zöllnerstreiks" an der ukrainisch-polnischen Grenze eine andere Route über die Slowakei und das besser ausgebaute deutsche Straßennetz zum westpolnischen Seehafen genommen zu haben. Auf Grund des unerlaubten Aufenthaltes mussten die Ukrainer gestern den polnischen Weg nehmen. Fahrer und Beifahrer des Busses wurden wegen des Verdachts der Schleusung angezeigt. (js)