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| 11:00 Uhr

Vertrag vonseiten der Stadt unterzeichnet
Schwarze Jule bleibt die nächsten 20 Jahre in Forst

 Die „Schwarze Jule“ bleibt weitere 20 Jahre in Forst - mindestens.
Die „Schwarze Jule“ bleibt weitere 20 Jahre in Forst - mindestens. FOTO: Jan Selmons
Forst.  Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos) hat einen entsprechenden Vertrag mit dem Verkehrsmuseum Dresden unterzeichnet. Damit kann die Lok, die  Bestandteil der Forster Stadteisenbahn war,   bis 31. Dezember 2039 in Forst bleiben.

Simone Taubenek  dankte dem Verkehrsmuseum Dresden für die Zustimmung und Unterzeichnung der Vertragsverlängerung. Seitens des Verkehrsmuseums gebe es auch künftig keine Absicht, die „Schwarze Jule“ anderweitig zu präsentieren.

Die Stadt Forst will mit dem  Umbau des Brandenburgischen Textilmuseums  eine Ausstellung und Unterstellung der Bahn schaffen. Eine angemessene Unterbringung und Präsentation war Voraussetzung, dafür, dass das Verlkehrsmuseum  die Bahn überhaupt  der Stadt Forst als Leihstück zur Verfügung gestellt hat.

Die Lok mit der Betriebs-Nummer 36 wurde von der Lokomotivfabrik Krauss und Comp. AG München & Linz 1893 gebaut und war rund 70 Jahre lang bis zur Stilllegung der Forster Stadteisenbahn 1965 im Einsatz. Die Überführung in das Verkehrsmuseum Dresden erfolgte 1966. Bereits vor sieben Jahren war die „Schwarze Jule“ als letzte noch erhaltene Lok der früheren Forster Stadteisenbahn vom Verkehrsmuseum Dresden nach Forst überführt worden. Bislang konnte sie nicht ansprechend präsentiert werden.

Die Forster Stadteisenbahn diente dem Güter-, Roh- und Brennstofftransport zwischen den Fabriken und dem Staatsbahnhof in Forst, wo sie an das Fernbahnnetz angeschlossen waren. Allerdings mussten die Waggons aus dem Fernverkehr auf dem Stadtbahnhof auf Schmalspurkonstruktionen aufgebockt werden, damit sie zu den Fabriken gebracht werden konnten. Das Gleisnetz hatte eine  Länge von mehr als 17 Kilometern und bot in der 190er-Jahren somit rund 100 Fabrikhöfen eine  nahezu einzigartige Logistik für den Warenan- und -abtransport.  Deshalb stehen Teile der erhaltenen Schienenreste unter Denkmalschutz.