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Forst
Schulleiter ärgert Einfahrt zur Wichernschule

Einen kleinen Hügel müssen die Autos überwinden, um von der Spremberger Straße in die Wiesenstraße einzufahren.
Einen kleinen Hügel müssen die Autos überwinden, um von der Spremberger Straße in die Wiesenstraße einzufahren. FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Forst. Hügel zwingt Autos zum Auf und Ab. Die Stadtverwaltung sieht mehr Sicherheit für Fußgänger erreicht.

Überrascht war Heiko Heinemann, Schulleiter der Wichernschule, als die Spremberger Straße bis zur Töpferstraße freigegeben wurde. Seitdem ist die Zufahrt zur Wiesenstraße nicht mehr ebenerdig. Die Autos müssen eine Schräge überwinden, wenn sie aus- oder einbiegen wollen. „Für unsere Kinder, die teilweise in Rollstühlen sitzen, ist es sehr unangenehm“, so Heinemann. Er beschreibt, dass bei der Fahrt über die Schräge die Köpfe der Kinder hin- und herschlagen, denn nicht alle hätten die Körperkraft, um sich selbst ausreichend zu stabilisieren. 85 Schüler besuchen die Wichernschule. Die meisten werden mit Kleinbussen direkt zur Schule gefahren. Nur wenige kommen zu Fuß.

Sabine Jahnke, Leiterin des Fachbereichs Bauen der Stadtverwaltung, erläutert: Oberstes Ziel sei es, die Menschen in der Wiesenstraße durch ruhigen Verkehr zu schützen. „Die bauliche Lösung ist ein Novum in Forst“, erläutert sie. „Autofahrer müssen den Berg rauf und runter fahren und werden so zum Abbremsen gezwungen.“ Für Fußgänger und Radfahrer sei es eine verkehrssicher Lösung, so Jahnke.

Schulleiter Heiko Heinemann bleibt skeptisch. Die Fahrer des Schülertransports würden bereits auf die Taubenstraße ausweichen. Dies gehe wiederum zulasten der Anwohner. Ihn beunruhigt, dass die Radfahrer jetzt „durchdüsen“ können. Für Fußgänger im Haltestellenbereich sei das viel gefährlicher.

(kkz)