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Schulden steigen in Forst langsamer

Der U3-Bereich der Kita Kinderland wird auch dank Fördermitteln saniert. Maler Ingo Brose von der Spremberger Firma MalerKonGmbH beim Weißen.
Der U3-Bereich der Kita Kinderland wird auch dank Fördermitteln saniert. Maler Ingo Brose von der Spremberger Firma MalerKonGmbH beim Weißen. FOTO: kkz
Forst. Finanzvorstand Jens Handreck ist trotz der hohen Verschuldung der Stadt Forst zuversichtlich. Zwar ist der Schuldenberg in den zurückliegenden 20 Jahren weiter angewachsen, aber das Tempo hat abgenommen. kkz

Zwischen 1997 und 2007 kamen 22,7 Millionen Euro neue Schulden dazu. Kassenkredite und Investitionskredite zusammengenommen, waren es 35,4 Millionen Euro. Weitere zehn Jahre später am 1. Januar 2017 stand Forst mit 40,1 Millionen Euro in der Kreide, eine Zunahme um "nur" fünf Millionen.

Ab wann die Schulden nicht weiter steigen, sondern abgebaut werden, sei noch nicht abzusehen. Jens Handreck vergleicht den städtischen Haushalt mit einem kleinen Tanker, der nicht wie ein Segelschiff auf der Stelle wenden kann, sondern lange braucht, bis er zum Stehen kommt. Die "Bremsen" dieses Tankers sind das Haushaltssicherungskonzept der Stadt und die finanziellen Hilfen durch den Ausgleichfonds des Landes Brandenburg, so der Kämmerer. In den zurückliegenden Jahren hat man auf Investitionskredite verzichtet. Um die Personalkosten zu senken, wurden mit den städtischen Angestellten einzelvertragliche Regelungen getroffen. Im Bereich der Sachkosten seien kaum noch Einsparungen möglich. Um weitere Betriebskosten zu sparen, muss investiert werden, deshalb ersetzt die Stadt beispielsweise die herkömmliche Straßenbeleuchtung durch LED-Lampen. Für andere Investitionen in Kindergärten, Schulen oder den Straßenbau muss die Stadt auf Förderprogramme zurückgreifen. Aktuell werden die Kindertagesstätten Kinderland, "Friedrich Fröbel" und Waldhaus modernisiert. Erhöhungen der Grundsteuer oder der Hundesteuer haben bereits stattgefunden, hier sei man aber jetzt an der Obergrenze angelangt, so Handreck. Zumal dies nur wenig zusätzliche Einnahmen generiere.

Der Kämmerer geht davon aus, dass die Herausforderungen für den Haushalt bleiben. Unsicherheiten gebe es vor allem bei den Personalkosten und der Kreisumlage. Handrecks Ziel ist es, bereits im Dezember 2017 den Haushalt fürs kommende Jahr einzubringen.