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| 02:36 Uhr

Schulamt bleibt Grundschul-Debatte in Döbern fern

Döbern. Ungewohnt gut besucht war die Sitzung des Amtsausschusses Döbern-Land am Montagabend in Döbern. Mehr als 20 Eltern hatten im Sitzungssaal Platz genommen, denn hier ging es um die Zukunft ihrer Kinder. B.M.

Die besuchen ab Schuljahresbeginn die dritte Klasse der Mosaik-Grundschule Döbern, und noch ist nicht klar, wie die Klassenbildung erfolgt. Vom Schulamt vorgesehen sind zwei Klassen mit 27 und 28 Schülern - einen Beschluss der Schulkonferenz dazu gibt es noch nicht. Die Eltern pochen auf drei Klassen mit geringerer Klassenstärke. Eberhard Müller, Vorsitzender des Amtsausschusses, bittet alle Beteiligten um eine sachliche Diskussion ohne persönliche Angriffe und parteipolitisches Kalkül. "Die Sache ist viel zu bedeutungsvoll", appelliert er. Vom ebenfalls zur Amtsausschusssitzung eingeladenen Staatlichen Schulamt Cottbus ist kein Vertreter dabei. So bleibt die Debatte an der Stelle verhaftet, wo der Unmut gärt, aber keine Entscheidungshoheit liegt. Am Ende wird der Vorschlag des Amtsausschussvorsitzenden angenommen. Einstimmig beschließt das Gremium, dass der Ausschussvorsitzende unterstützt vom Amtsdirektor eine Stellungnahme erarbeitet und noch am Dienstag abschickt, in der das Staatliche Schulamt aufgefordert wird, drei Klassen zu genehmigen. Den Durchbruch zu dieser Entscheidung bewirken zwei Informationen: Quander zufolge ist im Rahmen der Schulleiterberatung in Cottbus ein Gespräch zwischen Schulamt und Schulleitung der Grundschule Döbern geplant. Döberns Bürgermeister Jörg Rakete wiederum informiert, dass das Büro von Bildungsministerin Martina Münch (SPD) Interesse an einer einvernehmlichen Lösung signalisiert. "Einvernehmlich heißt, wenn sich eine Seite nicht bewegt und auf drei Klassen beharrt, geht die andere die ganze Strecke auf sie zu", so Rakete.